400 Seiten David Hasselhoff

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In roter Badehose war David Hasselhoff für die Frauenwelt einst das, was Pamela Anderson im knappen Badeanzug für die Männer war: ein Sexsymbol.

Malibu - In roter Badehose war David Hasselhoff für die Frauenwelt einst das, was Pamela Anderson im knappen Badeanzug für die Männer war: ein Sexsymbol. Jetzt steht ein Comeback ins Haus.

Seine Rollen als “Baywatch“-Bademeister und mit seinem Auto sprechender “Knight Rider“ bescherten ihm sogar einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde als meistgesehener Fernsehstar der Welt. In den vergangenen Jahren hat der US-Schauspieler und Sänger David Hasselhoff aber vor allem mit Skandalen und Alkohol-Eskapaden von sich reden gemacht. Ein von seiner Tochter gedrehtes Video, in dem ihr Vater sturzbetrunken einen Hamburger vom Boden isst, fand den Weg ins Internet und so auf die Computer-Bildschirme in aller Welt. Doch diese Bilder sollen der Vergangenheit angehören.

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Der 57-Jährige plant ein Comeback - und hofft vor allem auf Deutschland und Österreich. An diesem Freitag erschien Hasselhoffs Autobiografie auf Deutsch - der Titel: “Wellengang meines Lebens“. Offenherzig schreibt er über seine Alkoholsucht, beispielsweise wie er sich auf Tourneen über eine Minibar nach der anderen hermachte. Vor allem aber erinnert sich der Kult-Schauspieler von einst auf den rund 400 Seiten an seine Zeit als angehimmelter “Knight Rider“. “Ich glaube fest daran, dass es kein Zufall war, dass ich die Rolle des Michael Knight bekam“, schreibt er und schwelgt in Erinnerungen an leuchtende Kinderaugen und Eltern, die glaubten, Gott selbst habe ihn zu ihrem todkranken Sohn ans Krankenbett geschickt, damit dieser seinen Helden sehen konnte.

Hasselhoff erinnert sich an einen gemeinsamen Jogging-Ausflug mit seiner “Baywatch“-Kollegin Pamela Anderson und niemand geringerem als dem damaligen US-Präsidenten Bill Clinton und daran, dass dieser “sehr von Pamela eingenommen“ zu sein schien. Doch die Zeiten, in denen er Seite an Seite mit dem US-Präsidenten lief und an der Berliner Mauer nach Freiheit suchte - kurz vor dem Mauerfall sang er dort seinen Hit “Looking For Freedom“ - sind lange vorbei. Dass ihm diese Art von Aufmerksamkeit und gesellschaftlichem Status aber guttun, dass er sie braucht, daraus macht Hasselhoff keinen Hehl. “Ich komme gerade aus England und bin da bei einer Wrestling- Veranstaltung aufgetreten. 20 000 Menschen haben im Chor gesungen “Hoff, Hoff, Hoff““, sagt er im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa in München.

Freude und Stolz sind ihm deutlich anzumerken. “Meine Fans können mich einfach so aus der Depression holen.“ Leute, die ihn erkennen und ihm auf der Straße zuwinken, gäben ihm neue Energie, wenn er traurig sei oder nicht wisse, wohin sein Leben sich gerade entwickle. Auch darum träumt Hasselhoff von einem musikalischen Comeback in Deutschland und Österreich, wo er seine größten Erfolge feierte. Er hat ein neues Album, auf das er sehr stolz ist. Wann und wie es auf den Markt kommen soll, weiß er noch nicht. Der Startschuss für das ersehnte Comeback soll ausgerechnet im ARD-“Musikantenstadl“ in Salzburg fallen. Dort präsentiert Hasselhoff an diesem Samstag sein neues Lied “This Time Around“ und seinen Hit “Looking For Freedom“ im Duett mit Andy Borg. “Es ist ein neuer Anfang“, sagt Hasselhoff.

dpa

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