Breitband kommt: 2000 Kilometer Kabel bis 2019 in der Erde

So sieht das Leerrohr mit Kabelsträngen aus.

Bad Sooden-Allendorf. Noch in diesem Jahr sollen gut 100 Kilometer Rohre und Kabel für schnelles Internet in Nordhessen in der Erde liegen. Diese Absicht nannte Marco Weigand, Geschäftsführer des als Generalunternehmen für den Breitbandausbau in den fünf nordhessischen Landkreisen beauftragten Firma Weigand Bau (Bad Königshofen).

Weigand und sein Projektleiter Axel Eiring stellten den Vertretern der auf Glasfaserkabel wartenden 114 Städte und Gemeinden bei der „Auftaktveranstaltung“ am Mittwoch im Kultur- und Kongresszentrum von Bad Sooden-Allendorf (Werra-Meißner-Kreis) die Bauplanung und Bauweise vor.

Bis Ende 2019 sollen alle vorgesehenen 575 Orte in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg sowie Werra-Meißner mit schwarzen Plastikrohren und Glasfaser versorgt sein - allerdings nur bis zu Schaltschränken zur Kabelverteilung. „Glasfaser bis ins Haus ist nicht zu finanzieren“, sagte Eiring.

Insgesamt 2000 Kilometer umfasst das Netz am Ende. Es besteht aus drei insgesamt 940 Kilometer langen, sogenannten Backbone-Ringen, die im Norden, im Südwesten und im Südosten von Kassel gelegt werden, und aus rund 1050 Kilometern Zubringer-Trassen.

Neben 64 Hauptverteilern sind 56 Datenkonzentrations-Punkte, an denen die Signale nochmals verstärkt werden sollen, sowie 1327 Verteilerschränke geplant.

Mit dem Einbau der Rohre durch Landschaft und Orte mit Hilfe von Kabelverlegepflügen, Saugbaggern, Spülbohrern und Felsbohrgeräten wurde Ende September in elf Bauabschnitten in allen Landkreisen begonnen, bis März/April 2017 sollen die ersten 240 Kilometer Kabel liegen - übrigens auch durch oder an Orten vorbei, die bereits mit schnellem Internet durch andere Anbieter versorgt sind.

2017 wird mit insgesamt 650 Kilometern und mit weiteren je 600 bis 650 Kilometern in den Folgejahren geplant.

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