2013 wurden weniger Grundstücke verkauft

+

Eschwege/Witzenhausen. Im Werra-Meißner-Kreis wurden im vergangenen Jahr weniger Häuser und Grundstücke verkauft, als im Jahr zuvor. Das geht aus dem Immobilienmarktbericht der Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement hervor. Auch der Umsatz sei nach Informationen der Behörde 2013 rückläufig gewesen.

„Die Zahlen liegen nach Jahren erstmals wieder im Minus“, sagt Frank Winkelmeyer, Sprecher des Amts für Bodenmanagement. 15,3 Prozent beträgt der Rückgang aller Grundstückskaufverträge (bebaute und unbebaute Flächen). Statt 1793 Fällen im Jahr 2012 wurden ein Jahr später nur noch 1519 Grundstücke verkauft. „Diesen Trend können wir nicht bestätigen“, sagen Sparkasse und VR-Bank Werra-Meißner, die größten Immobilienhändler im Kreis, unabhängig voneinander auf Nachfrage unserer Zeitung. „Wir haben ähnlich viele Verkäufe wie im vergangenen getätigt“, sagt Stefan Fross aus dem Vorstand der VR-Bank. Ein gleichbleibendes Niveau bestätigt auch Makler Mark Kringel von der Sparkasse für sein Kreditinstitut. Angestiegen ist innerhalb eines Jahres der Preis für freistehende Einfamilienhäuser. 3,2 Prozent kosten die begehrten Immobilien mittlerweile mehr als im Vorjahr. Durchschnittlich haben Käufer 2013 über 118 000 Euro für Einfamilienhäuser gezahlt. 2012 waren es noch 114 700 Euro. Deutlich zugelegt haben auch die Preise für Reihenhäuser. 107 500 Euro hat solch ein Objekt im vergangenen Jahr im Mittel gekostet. 37,3 Prozent mehr als im Vorjahr. „Das Angebot an gut erhaltenen Immobilien ist gering und wird knapper“, erklärt Fross die Preissteigerung. Die Preise für Doppelhaushälften sind indes zurückgegangen. 71 500 Euro kosten diese Objekte. Zwei Spitzenplätze nehmen Kommunen aus dem Kreis in Nordhessen ein. In Witzenhausen wurden die meisten unbebauten Grundstücke verkauft (125), in Berkatal die wenigsten bebauten Grundstücke (7). (ts)

Kommentare