2016 viel mehr Geburten

Babyboom: Die Zahl der in Eschwege beurkundeten Geburten ist im vergangenen Jahr stark gestiegen. Das hängt auch und vor allem mit der großen Zahl der hier angekommenen Flüchtlinge zusammen. Foto: Archiv

Eschwege. Um mehr als fünfzehn Prozent ist die Zahl der beim Eschweger Standesamt 2016 beurkundeten Geburten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Und das hat nach Angaben von Standesbeamtin Doris Diete einen Grund: die große Zahl der Flüchtlinge, die 2016 in den Werra-Meißner-Kreis kamen. „Man merkt, dass mehr junge Menschen hier leben", sagt die Standesbeamtin.

399 Geburten beurkundeten Diete und ihre Kollegen vom Standesamt der Kreisstadt im vergangenen Jahr. Das sind sämtliche Kinder, die 2016 in Eschwege geboren wurden, unabhängig vom Wohnsitz der Eltern. Darunter fallen in erster Linie Geburten im Klinikum, aber auch Hausgeburten. Hier nicht erfasst wird dagegen, wenn ein Kind Eschweger Eltern beispielsweise in einem Krankenhaus in einer anderen Stadt zur Welt kommt.

Der am häufigsten gewählte Name war bei den Mädchen Lina und bei den Jungen Paul. Beide Vornamen suchten die Eltern jeweils siebenmal aus. Nach Lina und Paul folgen ganz dicht dahinter mit jeweils sechs Nennungen Charlotte, Leonie und Sophie bei den Mädchen sowie bei den Jungen Ben, Elias und Luca. Bei der Auswahl der Namen hat sich in den vergangenen Jahren nur wenig geändert. Die beliebtesten Namen aus 2016 tauchen auch in den Statistiken der Jahre davor immer wieder an den Spitzenpositionen auf.

Im vergangenen Jahr wählten die Eltern in 84 Fällen einen Doppelvornamen. Zehnmal bekamen die Neugeborenen drei Vornamen. Einmal entschieden sich Vater und Mutter gar für eine Kombination aus drei Namen.

Völlig außergewöhnliche Namen wie die ebenfalls in Eschwege beurkundeten Rosa-Luxemburg oder Luke Sky Walker zählen in der Kreisstadt zu den eher selten geäußerten Wünschen von Eltern. „Namen dürfen nicht anrüchig sein“, erklärt Doris Diete dazu. Im Zweifelsfall werde die Gesellschaft für deutsche Sprache eingeschaltet. „Das Institut prüft dann für uns, ob ein Name eintragungsfähig ist“, sagt Diete.

Die Zahl der Sterbefälle übersteigt die der Geburten um ein Viertel. 2016 starben in Eschwege 491 Menschen. Auch hier ist für die Beurkundung beim Standesamt der Sterbeort ausschlaggebend - unabhängig davon, ob private Wohnung, Seniorenheim oder Krankenhaus.

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