Aktion nach Abgas-Skandal dauert wohl noch bis Mitte 2017

Abgasskandal: VW-Rückruf verläuft im Werra-Meißner-Kreis reibungslos

Werra-Meißner. Gute Nachrichten für VW-Kunden: Die Rückrufaktion im Werra-Meißner-Kreis verläuft „reibungslos.“ Das erklärte Andrea Stöber vom gleichnamigen Autohaus auf Nachfrage. 

Insgesamt 3000 VW- und Audi-Fahrzeuge aus dem Werra-Meißner-Kreis seien dem Händler und Serviceanbieter mit Standorten in Witzenhausen, Bad Sooden-Allendorf und Eschwege zugeordnet.

Mittlerweile hätte man insgesamt bereits rund 600 Fahrzeuge mit dem Motorsteuerungs-Updates versehen.

Um die Mehrarbeit durch den Rückruf seit Februar zu leisten, wurden zwei neue Monteure eingestellt. „Die Mitarbeiter wollen wir auch dann behalten, wenn die Rückrufaktion abgeschlossen ist“, betonte Stöber. Aktuell könne nicht genau abgeschätzt werden, wann das sein wird. Torsten Baum, Assistent der Geschäftsleitung, geht davon aus, dass es noch bis Mitte 2017 dauern werde.

Wird es ein Aufatmen nach der Aktion geben? „Die Zufriedenheit unserer Kunden steht für uns an erster Stelle. Gleichzeitig ist unsere Loyalität zu VW ist ungebrochen. Deswegen nehmen wir diese Aufgabe an“, so Stöber.

Auch beim VW-Autohaus am Brückentor in Eschwege läuft der Rückruf offenbar ohne Probleme. Etwa 450 der 1500 zugeordneten Volkswagen-Fahrzeuge habe man hier bereits auf den neuen Stand gebracht, teilte Serviceleiter Bernd Engel mit. Aktuell arbeite man dort vor allem an Autos mit 1,2- und zwei-Liter-Motoren.

„Die Kunden sehen das recht entspannt“, beschrieb Engel die Reaktionen seitens der Kundschaft. Denn: Weder Leistung und noch Verbrauch der Fahrzeuge änderten sich. „Die Meisten verbinden das Aufspielen des Updates mit einem Reifenwechsel. Das passt gerade gut.“ Als nächstes seien Modelle mit 1,6-Liter-Motoren an der Reihe. Auch er sieht das Ende der Aktion für etwa Mitte nächsten Jahres. (mgo)

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