Zehn mal die Eins vor dem Komma

108 Absolventen der Fachoberschule Eschwege nehmen Abschlusszeugnisse entgegen

Vor der Stadthalle in Eschwege: Die erfolgreichen Absolventen der Fachoberschule nach der Zeugnisübergabe. Foto: Privat/nh

Eschwege. Mit einem Traumergebnis und einer eins vor dem Komma haben nun zehn Fachoberschüler ihr Zeugnis der Fachhochschulreife entgegengenomen.

Mit einer 1,1 erzielte Özge Gönen dabei das beste Ergebnis. Aber auch die übrigen 98 Absolventen hatten zusammen mit ihren Klassenlehrern Imke Carl, Anja Eberhardt, Carolin Hoffmann, Thomas Sippel, Andreas Stiebing und Johannes Stübiger allen Grund zur Freude. Sie genossen die Abschiedsparty in der Eschweger Stadthalle in vollen Zügen.

Der Abschied

Die Fachoberschule Eschwege bietet mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Maschinenbau und Sozialwesen ein zukunftsorientiertes Angebot. „Wer seinen Beruf nicht nur als notwendiges Übel ansieht, sondern darin auch eine Berufung für die Arbeit erkennt, hat den richtigen Schlüssel für das Leben in der Hand“, sagte Schulleiter Manfred Zindel. Jeder Absolvent erhielt neben dem Zeugnis als symbolisches Abschiedsgeschenk einen Schlüsselbund mit der Aufschrift „Einstieg zum Aufstieg“.

Die Festrede

In seiner Festrede nahm Zindel nicht nur Bezug zur laufenden Fußball-Europameisterschaft, sondern ging auch auf die Herausforderungen der globalisierten Weltwirtschaft ein. Die seien nur zu stemmen, wenn man sich an die Tugenden erinnere, mit denen das durch die Eltern und Großeltern erarbeitete Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit möglich wurde. Mit Blick auf den gerade beschlossenen Austritt Englands aus der Europäischen Union rief Manfred Zindel seine Absolventen dazu auf, ihren Beitrag dafür zu leisten, dass man nicht wieder in ein kleinstaatliches Denken verfalle, anstatt nach gemeinsamen Lösungen der Probleme zu suchen. Die Weltgemeinschaft könne aber nur überleben, wenn man die Ursachen der gegenwärtigen politischen Katastrophen und der damit einhergehenden humanitären Probleme löse.

Der Appell

Schulleiter Manfred Zindel rief dazu auf, dass es bei allen Diskussionen und Veränderungsprozessen unabdingbar sei, dass den unsere Gesellschaft prägenden Werten der nötige Respekt gezollt werde. Dies gelte unabhängig von Alter, Geschlecht, aber auch der Herkunft uneingeschränkt für alle Bürger. Solidarität dürfe nicht als eine Einbahnstraße verstanden werden. Nie dürfe man glauben, dass nur genommen und gefordert werden könne, aber nicht auch gegeben werden müsse. (red/esp)

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