Johannisfest: 75 Schausteller präsentieren Rummelplatzbesuchern attraktive Unterhaltung

Achterbahn für die Familie

Rummelplatz: Attraktive Fahrgeschäfte locken die Besucher auf den Rummelplatz. Umso spektakulärer das Angebot ist, desto größer ist das Interesse vor allem bei den jungen Gästen. Foto: Sagawe

Eschwege. Das Johannisfest hat bei den Schaustellern einen guten Ruf. Rund 300 Bewerbungen gehen Jahr für Jahr für die 75 Stellplätze auf dem Rummelplatz in Eschwege ein. Und das, obwohl der Festplatz an lediglich zweieinhalb Tagen geöffnet ist. „Die rennen uns regelrecht die Türen ein“, sagt Johannisfest-Organisator Uwe Gondermann.

Das Publikumsinteresse sei so groß, dass die Unternehmer mit ihren Fahrgeschäften, Imbissbuden und anderen Angeboten gut verdienen. Täglich rund 15 000 Menschen besuchen den Rummel. An besonders günstigen Platzmieten könne das nicht liegen, so Gondermann. „Wir orientieren uns an den Tarifen, die in Kassel beim Zissel oder beim Lullusfest in Bad Hersfeld genommen werden.“

Die Bewerber würden nach Attraktivität ausgewählt und danach, ob und wie sie in die Planung passten. Bei den Fahrgeschäften werde von Jahr zu Jahr gewechselt. „Abwechslung ist wichtig“, sagt Gondermann. In diesem Jahr wird es wieder einen Autoskooter geben, auf den die Veranstalter 2013 verzichtet hatten.

Im vergangenen Jahr war anstelle dessen eine Go-Kart-Bahn aufgebaut. Die hat sich bewährt und wird wieder dabei sein. In Eschwege besonders beliebt ist das große Kettenkarussell – nach zweijähriger Pause ist es jetzt wieder dabei. Neu ist eine Familienachterbahn, die das Potenzial hat, der Höhepunkt auf dem Rummelplatz zu werden. Auf einer Fläche von 32 mal 24 Metern wird das Fahrgeschäft montiert. Mit neun großen Lastzügen wird das Equipment angefahren.

Weniger intensiv wird bei den Speise- und Getränkeangeboten ausgewählt. Viele Anbieter sind seit vielen Jahren zu Gast in Eschwege. Natürlich stehen Bier und Bratwurst bei den Johannisfestbesuchern hoch im Kurs. Spezialitäten aus anderen Ländern und von fremden Kontinenten gehören ebenso zum Johannisfest. Fehlen darf auch die süße Leckerei nicht – vom Eis über die gebrannte Mandeln bis zur Zuckerwatte.

Der Rummelplatz ist am Samstag und Sonntag ab nachmittags sowie am Montag ab dem Vormittag (5. bis 7. Juli) geöffnet und eine der wichtigsten Einnahmequellen des Johannisfestes. „Natürlich ist das Johannisfest noch ein Draufleger“, sagt Uwe Gondermann. „Der Kostendeckungsgrad hat sich aber deutlich verbessert“, sagt Bürgermeister Alexander Heppe. Der Sekundäreffekt, der Nutzen für die Gastronomie und den Einzelhandel, sei umso größer.

Von Harald Sagawe

Kommentare