Wolfgang Goethe bietet Erlebnisreisen weitab üblicher Tourismusrouten an

Afrika zum Riechen und Fühlen

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Schmuck und Schnaps aus Afrika: Ingrid Herold, Irmtraud Goethe, Ewald Herold und Wolfgang Goethe (v.l.).

Oberhone. Mit drei Geländewagen führte Wolfgang Goethe im vergangenen Herbst neun Mitreisende durch das Herz Afrikas. Die Reise ging von Namibia über Botswana nach Zimbabwe. Am 19. Februar veranstalten die Landfrauen um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus einen Vortrag über die Reise.

„Gott sei Dank habe ich meine erste Afrikareise mit ihm gemacht“, sagt Ingrid Herold. Die Oberhöner Landfrau war mit ihrem Mann Ewald vom 10. Oktober bis zum 4. November 2012 Teil des Reiseteams um Goethe. Der gebürtige Oberhöner hatte bereits 1984 die Sahara auf einem Motorrad durchquert und der Kontinent hat ihn seitdem nicht mehr losgelassen. „Ich mache diese Reisen nicht gewerblich, angefangen hat es damit, dass ich Mitfahrer gegen Kostenbeteiligung gesucht habe“, berichtet Goethe.

Seitdem kann man mit ihm im Geländewagen quer durch Savannen und Wüsten fahren, immer vorausgesetzt, man beteiligt sich an den Kosten und vor allem an den anfallenden Arbeiten. Manche Geländestrecken können eben nicht alleine bewältigt werden. Zwar mangelt es bei Goethes Touren ab und an am Komfort, belohnt werden Mitreisende jedoch mit Natur pur und unglaublichen Begegnungen mit Tieren aller Art und eingeborenen Himbastämmen.

Diese kennen Goethe schon und der Deutsche kommt nie ohne Gastgeschenke und Medikamente. In Zelten auf und neben den Geländewagen übernachten die Reisenden, so dass ein unmittelbarer Kontakt zum wilden, ursprünglichen Afrika zustande kommt.

„Nur wenn ich weißen Hyänenkot sehe, versuche ich weiterzufahren“, berichtet der erfahrene Globetrotter, der sich über jeden freut, dem er das echte Afrika jenseits der Touristenrouten zeigen kann. Auf seinen Touren kommt es auch einmal vor, dass eine Elefantenherde morgens die Geländewagen umstellt, so dass erst einmal nicht weitergefahren werden kann.

Der gefährlichste Moment auf Goethes Reisen war jedoch keine Begegnung mit wilden Tieren, sondern ein einfacher Verkehrsunfall. „Auf einer engen Buschpiste hat uns ein Kleinbus gestreift, und durch die Kollision wurde unser Reservekanister aufgeschlitzt“, erzählt Goethe. Das Gefährliche daran war, dass weder technische noch medizinische Hilfe in solch einem Moment schnell verfügbar gewesen wäre, 150 Kilometer von der nächsten Siedlung mitten im Busch.

Bei seinen Reisen fährt Goethe übrigens trotz Hitze grundsätzlich mit offenen Fenstern: „Afrika muss man riechen und fühlen können.“

Von Wolfram Skupio

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