Albungen hat jetzt eine Radwegekirche

Freuen sich über die neue Radwegekirche: (von links) Jutta Riedl, Dekan Dr. Martin Arnold, Pfarrerin Ellen Kallweidt, Brunhilde Beyer-Friedrich, Gerd Gries und Nina Wetekam. Foto:  Rimbach

Albungen. Auch in Albungen gibt es jetzt eine Radwegekirche. Die öffnet ihre Türen jetzt auch außerhalb der Gottesdienstzeiten.

Die zahlreichen Besucher, von denen viele selbst mit dem Fahrrad zum Gottesdienst nach Albungen gekommen sind, sehen gebannt dabei zu, wie das Schild mit der geöffneten Kirche und einem weiteren grünen Signet montiert wird. Denn mit einem Gottesdienst am Sonntagabend wurde die Kirche in Albungen nun offiziell zur Radwegekirche eröffnet und wird so auch außerhalb der Gottesdienstzeiten für alle Besucher zugänglich sein.

„In Gottes Haus darf jeder eintreten.“

„In Gottes Haus darf jeder eintreten“, sagte Dekan Dr. Martin Arnold und dankte den Albungern dafür, dass sie ihre Kirche öffnen und Fahrradfahrer einkehren lassen. In seiner Predigt ging er darauf ein, dass Gott in allen Lebenslagen für die Menschen da ist und sie ähnlich des Helms, den man beim Fahrradfahren auf dem Kopf trägt, beschirmt. Den Gegenwind, den mancher Fahrradfahrer nur zu gut kennt, nannte Nina Wetekam und zitierte aus einem modernen Kirchenlied, in dem es heißt: „Du bist die Stimme, die mich ruft, du gibst mir Rückenwind.“ Die Fachreferentin für Offene Kirchen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck übergab dabei nicht nur das Schild für die neue Radwegekirche, sondern brachte ebenfalls ein Tablett mit Bibelkeksen und Traubenzucker mit, das künftig für die Radfahrer bereitstehen wird. Damit zählt die Kirche in Albungen nun zu den weit über 200 Kirchen, die seit 2009 als Radwegekirchen wie die „verlässlich geöffneten Kirchen“ von Ostern bis zum Reformationstag an mindestens fünf Tagen pro Woche für vier Stunden ihre Türen öffnen.

Jutta Riedl von der Tourist-Information in Eschwege überbrachte Grüße von Bürgermeister Alexander Heppe und verwies darauf, dass die hiesigen Radwege längst bei Gästen beliebt sind und diese sehr oft von Radwegen und der Natur in diesem Gebiet schwärmen. Nach dem Gottesdienst lud ein kleiner Empfang vor der Kirche die Besucher ein. Pfarrerin Ellen Kallweidt dankte allen, die sich für die Radwegekirche eingesetzt oder den Gottesdienst mitgestaltet hatten.

Von Eden Sophie Rimbach

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