Treffen in Eschwege

Fans von The Bates aus ganz Europa angereist

Spielten ihren ersten Auftritt: Pleasure and Pain beim Bates Fantreffen. Die Bandmitglieder sind (von links) Julien Grüning, Sängerin Anya und Ex-Bates Gitarrist Thomas „Pogo“ Möller. Das kleine Bild zeigt Bates Gitarrist Thomas „Pogo“ Möller zusammen mit Jule Koob und Bates Schlagzeuger Frank „Klube“ Klubescheid. Fotos: Berg

Eschwege. Ein voller Erfolg war das zweite Fantreffen von The Bates am Samstagabend im Plan B: Aus ganz Deutschland und ganz Europa kamen Leute, um gemeinsam an ihre Eschweger Lieblingsband zu denken, Musik zu hören und in alten Erinnerungen zu schwelgen.

„Bei keiner anderen Band dieser Größe, die es seit über 15 Jahren nicht mehr gibt, kann ich mir so ein großes Interesse vorstellen“, erklärt Thomas Silbermann vom Verein Cool Tour, der das Event mitorganisiert hat. Schon zu Beginn am Nachmittag waren fast 100 Gäste im Plan B, zu den Konzerten am Abend waren es doppelt so viele in und vor der Kneipe. Den Anfang machte The Bates Ex-Gitarrist Pogo selbst. Mit seiner neuen Band Pleasure and Pain spielte er den ersten Auftritt mit akustischen Versionen alter Bates Klassiker. Danach standen noch Jimmy Slick und Storchschnabel auf der kleinen Bühne der Eschweger Kneipe. Autorin Yvonne Henseler aus Düsseldorf stellte außerdem ihren Roman „Kassel Rock City“ vor, in dem es um den Aufstieg und die Schattenseite einer Rockband geht.

„Es ist so toll, dass immer noch so viele Leute zusammen kommen, darunter auch viele, die damals schon bei unseren Konzerten dabei waren“, freute sich The Bates Gitarrist Thomas „Pogo“ Möller. Aber auch die zweite Generation an Fans nutze jetzt solche Gelegenheiten, um etwas von der Band mitzubekommen. „Viele sind jetzt erst Mitte 20 und haben die Musik durch ihre Eltern kennengelernt und freuen sich, so ein bisschen was von diesem Spirit mitzuerleben“, fügt Pogo an.

Ein Fan sei extra aus Schweden angereist, weitere kamen aus Spanien, den Niederlanden oder Frankreich nach Eschwege. Jule Koob war damals mit Frank „Klube“ Klubescheid zusammen und zog wegen ihm von Berlin nach Eschwege - und blieb. „Ich wusste schon ganz früh, dass aus denen mal was Großes wird und war dann ganz stolz, als es wirklich so war. Heute hier die ganzen Leute zusammen zu erleben ist einfach wunderbar“, erzählt Jule Koob, „beim Zimbl Film wurde mir dann aber doch ganz anders.“ Sänger Markus „Zimbl“ Zimmer verstarb am 18. Juni 2006 im Alter von nur 41 Jahren an einem Kreislaufkollaps mit Herzstillstand. „Für das kommende Jahr, zu Zimbls zehntem Todestag, planen wir ein richtig großes Fantreffen“, erzählt Thomas Silbermann weiter.

Neben Feiern und sich gemeinsam an gute Zeiten erinnern stand aber auch die Nächstenliebe n im Fokus: Gesammelt wurde für die Kinder- und Jugendarbeit der Werraland Werkstätten, 320 Euro konnten übergeben werden.

Von Sonja Berg

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