Verein für seelische Gesundheit: Tagesstätte zieht im November um

Aufwind investiert eine Million in Eschwege

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Baustellenbesuch: Aufwind-Vorstand Matthäus Mihm (rechts) bespricht Details des Ausbaues in den zukünftigen Räumen der Tagesstätte mit den Handwerkern.

Eschwege. Eine Million Euro investiert der Verein Aufwind in die neue Einrichtung am Marktplatz in Eschwege. Schon im November will der Verein mit seiner Tagesstätte in das angemietete Gebäude umziehen.

40 seelisch kranke oder behinderte Menschen werden dann in den Räumen des früheren Plus-Marktes von sechs Therapeuten betreut. Neben den Arbeits- und Therapieplätzen im hinteren Teil entsteht an der Straßenfront zum Marktplatz ein Ladengeschäft. „Irrsinnig schön“ werde der Einzelhandel heißen, kündigt Aufwind-Vorstand Matthäus Mihm an. „Wir haben diesen Namen ganz bewusst in Anlehnung an unsere Aufgabe gewählt“, sagt Mihm. Zur Zeit arbeiten die beauftragten Baufirmen am Umbau des früheren Einkaufsmarktes. Therapie- und Aufenthaltsräume, sanitäre Einrichtungen und eine Küche werden eingerichtet. 

Gemeinsame Mahlzeiten sind gewissermaßen Teil der Therapie. Auch sie gehören zu einem strukturierten Tagesablauf. Der Hinterhof, so das Ziel von Planern und Auftraggebern, wird nach dem Umbau zum Verweilen einladen. Hintergrund: Mit dem neuen Standort will Aufwind die Nähe zur Bevölkerung intensivieren. Der Verein zieht von der Bremer Straße, also vom Stadtrand, in das Zentrum Eschweges um. Außerdem haben die umgebauten Räumlichkeiten am Marktplatz einige weitere Vorteile: Alle Angebote sind im Erdgeschoss und damit barrierefrei zu erreichen. Der Umbau orientiert sich exakt an den Bedürfnissen, was in der Raumaufteilung und -einrichtung deutlich wird. Aufwind beschäftigt 110 Mitarbeiter an acht Standorten in Eschwege und in vier Betriebsstätten in Witzenhausen, die für die kranken und behinderten Menschen da sind. Darüber hinaus arbeiten rund 90 Männer und Frauen in der Aufwind-Integrationsfirma Stellenwert.

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