Werra-Meißner-Kreis hat gut vorgesorgt

Ab August Betreuungsgeld für 885 Kinder

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Werra-Meißner. Für 885 Kinder hätten Eltern im Werra-Meißner-Kreis Anspruch auf das neue Betreuungsgeld. Alle Eltern, die ihre Kleinkinder nicht in eine staatlich geförderte Kinderbetreuung geben, erhalten die Leistung ab August.

Das Betreuungsgeld soll es für die Altersgruppe der Ein- und Zweijährigen geben.

Die aktuellsten Bevölkerungszahlen des Hessischen Statistischen Landesamtes für den Werra-Meißner-Kreis stammen vom Dezember 2011. Zu diesem Zeitpunkt gab es im Kreis 1430 Kinder in dieser Altersgruppe. Mehr als jedes dritte Kind (38,2 Prozent) wurde nach Angaben von Kreispressesprecher Jörg Klinge in der Tagespflege oder in einer Tageseinrichtung betreut. Es blieben genau 885 Kinder (61,8 Prozent) zu Hause, deren Eltern künftig Anspruch auf das Betreuungsgeld haben.

Klinge merkt dazu an, dass das Betreuungsgeld als vorrangige Leistung ausgezahlt und bei Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe und Kinderzuschlag angerechnet wird. Wo die Leistung demnächst beantragt werden kann, steht zurzeit noch nicht fest.

Bis zum Sommer dieses Jahres soll es im Landkreis für jedes dritte Kind unter drei Jahren einen Betreuungsplatz geben ein Ziel, das nach aktuellen Zahlen bereits erreicht ist. Zum Zeitpunkt Oktober 2012 besuchten 509 von insgesamt 2118 Kindern unter drei Jahren die Kindertagesstätten im Kreis. Weitere 56 Plätze gab es in der zertifizierten Kindertagespflege, erklärt Klinge.

Damit kann die Belegungsquote noch steigen. Aktuell stünden 760 Plätze (614 in Kindertagesstätten und 146 in der Tagespflege) zur Verfügung, davon seien nur 565 Plätze besetzt.

Die Zahl der Kinder nimmt allerdings rapide ab. So wurden im Werra-Meißner-Kreis im Jahr 1991 noch 1175 Jungen und Mädchen geboren, 2001 waren es 858 und 2011 nur noch 668 Kinder.

Stephan Strotkötter

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