Autokennzeichen: Kommt WMK, fällt ESW weg

Werra-Meißner. Schon bald dürften Autos wieder mit dem Altkennzeichen WIZ umherfahren. Sofern der Kreistag in seiner Sitzung am Freitag in Bad Sooden-Allendorf grünes Licht gibt.

Im Februar hatten sich die Stadtverordneten in Witzenhausen mit großer Mehrheit für die Wiedereinführung des Altkennzeichens ausgesprochen.

Führende Kreispolitiker, darunter Landrat Stefan Reuß, hatten sich hingegen für die Einführung eines neuen Kennzeichens stark gemacht. Doch das WMK für Werra-Meißner-Kreis dürfte nur eingeführt werden, wenn es das bisherige Kennzeichen ESW ersetzt. Das ergab eine Anfrage beim Hessischen Verkehrsministerium. „Wenn das WMK kommt, fällt ESW weg“, erklärte Ministeriumssprecher Wolfgang Harms die Rechtslage gegenüber unserer Zeitung. „Wer ein neues Kennzeichen einführt, muss das alte abschaffen.“

Auch eine Wiedereinführung von ESW als Altkennzeichen im Nachhinein sei nicht möglich. Denn laut der Verordnung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) gelten nur die Kennzeichen als Altkennzeichen, die es schon vor Herbst 2012 waren.

Um alle drei Kennzeichen ESW, WIZ und WMK im Kreis zu haben, könnte es noch einen Ausweg geben, dem das Ministerium jedoch zustimmen müsste. Danach müsste die Stadt Eschwege einen eigenen Zulassungsbezirk beantragen. Dann dürften aber nur Autohalter aus Eschwege mit ESW-Kennzeichen fahren.

Einen solchen Fall gab es in Hessen bereits. Vor acht Jahren wurde MKK als Kennzeichen im Main-Kinzig-Kreis eingeführt. Hanau beantragte als Kreisstadt einen eigenen Zulassungsbezirk und behielt HU. Rechtlich sei das möglich, sagte Harms. Allerdings gebe es eigene Zulassungsbezirke bisher nur für Städte mit mindestens 50.000 Einwohnern, die habe Eschwege nicht. Noch dazu würde ein Einzelfall geschaffen, der „viel Papierkrieg“ auslösen dürfte. (clm)

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