Baustelle am Stad: Geschäftsleute klagen über Umsatzrückgang 

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Umbau Stad Eschwege

Eschwege. Über zum Teil erhebliche Einschränkungen ihrer Betriebe durch die Baustelle zwischen Stad und Brückenhausen klagen Eschweger Geschäftsleute. Geringere Kundenfrequentierung und Umsatzeinbrüche werden genannt. Ursache dafür: die schlechtere Erreichbarkeit.

"Die schlimmen Befürchtungen sind eingetreten“, sagt Björn Zeuch vom Edeka-Markt. „Ich habe einen Umsatzrückgang im zweistelligen Prozentbereich“, so der Unternehmer. Kurt Eisenträger vom Suzuki-Autohaus spricht von einer „um 35 Prozent rückläufigen Kundenfrequentierung“. „Wir haben einen großen Stammkundenanteil, momentan aber keine Laufkundschaft“, so Eisenträger.

Noch bis in den November wird das Areal umgebaut. Innenstadt und Werra, sowie in der Folge auch Brückenhausen, sollen dichter zusammenrücken. Seit einem Monat wird an der Verzahnung zwischen Stadt und Werra gebaut. 

Alexander Meyer vom benachbarten VW-Autohaus bestätigt die geringeren Zahlen der eher zufälligen Besucher. Meyer berichtet von rund 50 Prozent weniger Laufkundschaft. „Ansonsten sind für uns aber keine großen Hindernisse festzustellen“, sagt er. Der Werkstattbetrieb laufe mit Terminplanung und funktioniere ohne Behinderung. 

„Das Ergebnis wird schön sein, dafür lohnt es sich, die Baustelle in Kauf zu nehmen“, sagt Samir Issa von Sammys Friseurteam, der seinen Salon am Stad in unmittelbarer Baustellennähe hat. Seine Kunden würden durch die Arbeiten aber schon behindert und schwieriger zu dem Geschäft finden. Die Baustelle habe keine Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb, nerve aber, sagt Open-Flair-Geschäftsführer Alexander Feiertag. Das Büro mit Sitz im E-Werk an der Mangelgasse sei aus der Innenstadt nur über Umwege erreichbar, der schnelle Weg ins Zentrum der Kreisstadt nur fußläufig möglich. „Das nimmt man aber doch in Kauf, wenn dafür etwas schöner wird“, so Feiertag.

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