Ein beispielhaftes Konzept

Stadtbahnhof in Eschwege mit dem Deutschen Verkehrsplanungspreis ausgezeichnet

Ausgezeichnet: Der Deutsche Verkehrsplanungspreis gehört dem Stadtbahnhof in Eschwege. Die Station wurde vom Verkehrsclub Deutschland am Donnerstag in Berlin ausgezeichnet. Foto: Archiv

Eschwege. Der Stadtbahnhof in Eschwege ist am Donnerstag in Berlin mit dem Deutschen Verkehrsplanungspreis ausgezeichnet worden. Bürgermeister Alexander Heppe und der Architekt Johannes Fricke von der Projektservicegesellschaft Planen und Bauen (ppb) in Hannover nahmen die Auszeichnung vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) entgegen.

In der Begründung der Jury heißt es: „Auf einer reaktivierten Trasse wurde eine Station neu geschaffen, die das Eschweger Stadtzentrum wieder erschließt und angemessen an das überörtliche Schienenverkehrsnetz anbindet. Die Anlage ist außerdem an das Straßennetz angebunden, ebenfalls ist der Takt der Stadtbuslinien abgestimmt. Ein beispielhaftes integriertes Gesamtkonzept für eine umweltfreundliche Mobilität.“

Deutschlandweit wurden vierzehn Projekte zur Bewertung eingereicht. „Darunter auch einige Arbeiten aus viel größeren Städten“, wie Bürgermeister Heppe gestern stolz feststellte. Der Eschweger Bahnhof habe den Wettbewerb auch deswegen gewonnen, weil er ein Beispiel dafür sei, dass es gelingen könne, die Menschen im ländlichen Raum an den Schienenverkehr heranzuführen, sagte Heppe.

Für Heppe ist die Station ein echtes Erfolgsmodell. Die Fahrgastzahlen hätten sich auf der gesamten Strecke zwischen Bad Hersfeld und Göttingen mehr als verdoppelt, seit der Stadtbahnhof in der Kreisstadt im Jahr 2009 in Betrieb genommen wurde. „Das Bahnhofs-Café ist inzwischen zu einem echten Treffpunkt geworden“, so der Bürgermeister. Hochwertige Materialien, eine spezielle Architektur und der Blick fürs Detail machten die Wertigkeit der gesamten Anlage aus.

Heppe: „Durch den Stadtbahnhof wurde das gesamte Viertel aufgewertet. Eschwege wird seiner Funktion als zentraler Ort im Werratal noch mehr gerecht.“ Mit der Auszeichnung, so Heppe, verbinde sich für die Kreisstadt ein zusätzlicher Werbeeffekt, auch weil der Preis gerade in Fachpublikationen genannt werde.

Von Harald Sagawe

Kommentare