Chinesische Delegation unterzeichnet Absichtserklärung zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit

Besuch aus dem Reich der Mitte

Eschwege. „Seit den Reisen Marco Polos fasziniert China uns“, leitete Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe den Besuch chinesischer Wirtschaftsfunktionäre aus der Stadt Fenghua ein. Mit dabei war auch der Oberbürgermeister der Stadt, Zhiang Chen.

Sie alle waren der Einladung der Netzwerk-Initiative Wirtschaft Eschwege (Niwe) gefolgt, um die Unternehmen der beiden Städte zusammenzubringen. Den Kontakt in die chinesische Stadt gibt es durch das Eschweger Unternehmen Pacoma, das in Fenghua auch einen chinesischen Produktionsstandort hat.

Bürgermeister Alexander Heppe begrüßte die Gäste als Nachbarn in einer zusammenrückenden Welt, in der eine Chinareise statt Monaten lediglich ein Langstreckenflug von zwölf Stunden sei. „Mit Nachbarn aber soll und muss man sich beschäftigen“, sagt Heppe. Nach dem Empfang im Rathaus mit Austausch von Gastgeschenken stand die Besichtigung der Klosterbrauerei auf dem Programm.

Die Frage der Gäste, ob denn neben dem regionalen Absatz des Bieres auch der Export nach China geplant sei, erwiderte Ernst Andreas lachend: „Erst probieren! Allerdings ist der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland rückläufig, etwas chinesische Unterstützung wäre also nicht schlecht.“

Im Anschluss konnten sich hiesige mittelständische Unternehmen beim Abendessen im Schloss Wolfsbrunnen weiter mit den Gästen austauschen. „Die Globalisierung zwingt gerade mittelständische Unternehmen zu einer kooperativen, praktischen Zusammenarbeit“, erklärte Netzwerk-Manager Wolfgang Conrad. Zum Abschluss der Gespräche unterzeichneten beide Seiten eine Absichtserklärung zur weiteren wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

Von Wolfram Skupio

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