Kreiserntedankfest: Dekan ruft zum nachhaltigen Wirtschaften auf

Ökumene in der Scheune: Dechant Mario Kawollek, Dekan Dr. Martin Arnold, Ludger Arnold und Pfarrerin Linda Heinlein gestalteten den Gottesdienst zum Kreiserntedankfest. Der Sterntaler-Kindergarten und das Honer Blech wirkten mit. Fotos: Weber

Niederhone. Vor 10 Jahren hatte Horst Kupski, Vorsitzender des Kreisbauernverbands, die Idee zu einem ökumenischen Erntedankfest. Die evangelische Kirche, die katholische Kirche, die Landsenioren und die Landfrauen griffen die Idee gerne auf, so dass seither jeweils auf einem anderen Hof gemeinsam gefeiert wird.

Rund 450 Gäste kamen diesmal nach Niederhone, wo Horst Kupski im Jubiläumsjahr selbst Gastgeber war. In der großen Scheune war der Erntedankaltar wunderschön mit den Gaben aus verarbeiteten und unverarbeiteten Feldfrüchten dekoriert. Diese werden anschließend an die Jugendhilfe Burgenhof gespendet.

Mit dem Erntedankfest soll aber nicht nur ein Nachmittag lang bei Kaffee und Kuchen gefeiert werden, es gehe auch um die dankbare Bewusstwerdung, dass regelmäßige Ernten in unseren Breiten möglich sind. Denn an anderen Orten der Welt fehle zuweilen die Ernährungsgrundlage, so Kupski.

Die Erde bewahren

Mit eindringlichen und emotionalen Worten rief Dekan Dr. Martin Arnold in seiner Predigt dazu auf, sich das richtige Verhältnis von Mensch und Schöpfung wieder ins Bewusstsein zu rufen. „Wir haben den Auftrag, diese Erde zu bebauen und zu bewahren, nicht sie zu verbrauchen und zu zerstören“, sagte er. „Das bedeutet, dass nachhaltiges Wirtschaften für uns essentiell ist - und zwar seit 2500 Jahren. Anderenfalls entziehen wir unseren Kindern in der Zukunft ihre Lebensgrundlage und hinterlassen ihnen eine Klima- und eine Steinwüste.“ Bereits 8000 Hektar fruchtbarer Boden seien auch bei uns seit der Gründung des Werra-Meißner-Kreises versiegelt worden. (kw)

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