Jungregisseurin Lisa Bierwirth präsentierte im Eschweger Cinemagic ihren Kurzfilm

Bildstark und teuflisch gut

Tobender Applaus: Die Jungregisseurin Lisa Bierwirth, gebürtig aus Langenhain heute in Berlin lebend, präsentierte ihren Kurzfilm „Teufel“ im Eschweger Cinemagic. Foto: Wetzestein

Wehretal/Eschwege. Der Kinosaal im Cinemagic Eschwege war bis auf den letzten Platz besetzt. Auf Einladung von Lisa Bierwirth waren die Kinobesucher an diesem Tag ins Kino gekommen. „Ich möchte mich mit dieser Premiere in Eschwege bei allen bedanken, die uns geholfen haben, diesen Film zu drehen“, sagte die 30-jährige Jungregisseurin, deren Film „Teufel“ bereits im Oktober 2013 seine Uraufführung auf den 47. Internationalen Hofer Filmtagen feierte.

Mit einem Team von etwa 30 Mitwirkenden wurde er im Juli 2012 in Langenhain, dem Heimatort von Bierwirth, Wanfried und Heldra gedreht. In 15 Drehtagen kamen acht Stunden Material zusammen, aus denen der Film entstanden ist.

Die Zuschauer sahen einen für Eschwege außergewöhnlichen Film, der vor allem durch seine Großaufnahmen und die Körpersprache der Schauspieler überzeugte. Extreme Teenagerwahrnehmungen, Spannung durch Überzeichnung, wenige Dialoge und das Mädchen May getrieben von Verlustangst. Dass „der Teufel“ in sie gefahren ist, das zeigen vor allem die Mimik und Gestik, die die Regisseurin mit Fingerspitzengefühl und das richtige Timing mit der Kamera einfangen ließ. Sie ging ganz nah ran an das Alleinsein der Protagonistin, eindrucksvoll gespielt von Nicole Mercedes Müller. Und auch Maciej Bak, der jugendliche Hauptdarsteller, überzeugte in seiner ersten Rolle als Piotr, einem polnischen Jungen, den May aus der eigenen Wut heraus verraten hatte.

Der Film zeigt einen kleinen Lebensabschnitt einer 14-Jährigen und macht deren Gedanken für den Zuschauer sichtbar. „Lisa hat ihr Handwerk hervorragend erlernt und angewendet“, sagte ein Besucher am Ende der Vorstellung. „Ein Film, der den Spannungsbogen gehalten hat gute Unterhaltung bot“, lautete ein anderes Resümee. Im Abspann des Filmes wurde dann klar, dass Lisa Bierwirths Dank durchaus ernst gemeint ist. Die Liste der Unterstützer und Sponsoren ist länger, als die der Mitwirkenden. „Nur durch Eure Hilfe war es möglich, diesen Film zu machen und im Budget zu bleiben“, sagte sie.

Von Diana Wetzstein

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