Der Bismarckturm ist Eschweges höchster Punkt

Eschwege von oben: Vom Bismarckturm öffnet sich der Blick auf die Kreisstadt Eschwege mit ihrer mehr als 1000-jährigen Geschichte. Markante Gebäude sind Fixpunkte zur Orientierung. Fotos: Sagawe

In einer Serie werden die Orte vorgestellt, die einen tollen Blick auf unsere Heimat zulassen. Heute: der Bismarckturm in Eschwege.

Der Weg zu Eschweges höchstem Aussichtspunkt führt durch herrlichen Eichen- und Buchenwald. Wanderer erreichen den Bismarckturm auf dem Leuchtberg über unterschiedlich lange Routen von verschiedenen Ausgangspunkten. Wer auf dem Leuchtberg angekommen ist, hat noch 116 Stufen über Stein- und Metallgittertreppen vor sich und wird dann mit einem einzigartigen Weitblick in die Umgebung belohnt.

Am Fuß des Leuchtberges liegt das mehr als tausendjährige Eschwege mit seinem mittelalterlichen Stadtzentrum. Kirchen, Türme und einige markante Gebäude aus neuerer Zeit sind Fixpunkte zur Orientierung von oben. Viel Grün ist Abwechselung in der kleinteiligen Bebauung. Die wenigen höheren Gebäude werden von den Einheimischen sofort identifiziert: das Klinikum, das Delta-Hochhaus, die Beruflichen Schulen. Die Neustädter Kirche und der Nikolaiturm heben sich deutlich ab. Am Horizont ist der Hohe Meißner im hochsommerlichen Hitzedunst schemenhaft zu erkennen. Vor den Höhenzügen des Meinhards liegt idyllisch der Werratalsee. Einsam zieht ein Segelsportler in seinem Boot ungleichmäßige Schleifen.

1903 wurde der 26 Meter hohe Turm zu Ehren des Reichskanzlers Otto von Bismarck auf dem mit 369 Metern höchsten Punkt des Leuchtberges errichtet. Initiator war der Vorsitzende des Werratalvereins, Dr. Wilhelm Brill. Mit der Unterstützung Eschweger Geschäftsleute wurde der überwiegende Teil der 36 000 Reichsmark für den Bau aufgebracht. Heute ist der Bismarckturm beliebtes Ziel von Wanderern und Ausflüglern. Nachts wird das Gebäude angestrahlt und ist von Ferne zu erkennen.

Nach einem fünfzehnminütigen Spaziergang erreichen Besucher den Turm, wenn sie vom Parkplatz am Leuchtbergsattel unterhalb des Ausflugslokals Schubartshöhe starten. Etwas länger und kraftraubender ist der Aufstieg vom Leuchtberg-Felsenkeller: 1,2 Kilometer und eine halbe Stunde. Wer den Rundweg vom Felsenkeller über den Turm und den Leuchtbergsattel zurück zum Felsenkeller wählt, ist eine gute Stunde unterwegs und legt knapp vier Kilometer zurück; die Zeit am und auf dem Aussichtspunkt nicht eingerechnet.

An klaren Tagen reicht der Blick in alle Himmelsrichtungen weit ins Land. Insbesondere in den Abend- und Morgenstunden, wenn das Licht weich ist, bieten sich dem ambitionierten Fotografen wunderbare Möglichkeiten.

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