Brennholz kurzfristig schwer zu bekommen

Werra-Meissner. Verbraucher, die kurzfristig getrocknetes Brennholz benötigen, müssen sich auf Lieferengpässe einstellen. Das hat eine stichprobenartige Abfrage im Werra-Meißner-Kreis ergeben.

Eine Begründung liefert Gerd Müller, Leiter der Verbandsgeschäftsstelle des Bundesverbandes des Brennholzhandels: „In diesem Jahr wurde wenig Brennholz im Frühjahr bestellt. Jetzt holen die Verbraucher die verpassten Käufe nach.“

Der Biomassehof der Werraland Werkstätten, einer der größten Anbieter für Brennholz in der Region, hat schon seit Wochen kein getrocknetes Brennholz mehr vorrätig. „Seit Oktober sind wir ausverkauft“, sagt Frank Nützler, zuständig für den Verkauf. Erst ab Februar gebe es wieder neue, brennfertige Holzscheite. Ähnlich sieht es im Sägewerk Hartmann in Witzenhausen aus. „Bis Juli hätte man vorbestellen müssen, um jetzt Holz zu bekommen“, sagt ein Mitarbeiter des Unternehmens. Ralf Bommhardt, Holzhändler aus Sontra hat am vergangenen Freitag seine letzte Fuhre ausgeliefert. Das sei außergewöhnlich. „Auch Stammkunden fällt erst nach dem ersten Frost ein, dass sie noch schnell Brennholz brauchen“, sagt Hiltrud Huse vom gleichnamigen Brennholzhandel in Röhrda. Das Telefon stehe seit dem Wochenende nicht mehr still. Noch gibt es hier Holz.

Brennholz früh einzukaufen, empfiehlt auch Gerd Müller vom Bundesverband. „Am besten schon im Frühjahr vor der Heizperiode.“ Wer die Lagermöglichkeiten hat, kann auch frisch geschlagenes Holz, das noch trocknen muss, schon rechtzeitig ordern. „Eine frühe Bestellung macht sich für den Kunden auch finanziell positiv bemerkbar“, sagt Müller.

Auch für Heizöl besteht momentan erhöhtes Kaufinteresse. „Die Händler bestätigen, dass die Auftragseingänge steigen“, sagt Christoph Bender, Pressesprecher des Mineralölwirtschaftsverbands. Das könne mit dem Kälteeinbruch zusammenhängen.

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