Eschweger Schule ist eine von 2270 Einrichtungen, deren Schüler ihre Stimme symbolisch abgeben

Brüder-Grimm-Schüler wählen Bundestag

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Eschwege. Die Brüder-Grimm-Schule (BGS) in Eschwege ist eine von 2270 Schulen bundesweit, die zur Bundestagswahl eine Juniorwahl anbieten. 500 000 Schüler gehen von heute bis Freitag symbolisch an die Wahlurnen. Die Grimm-Schüler sind am Donnerstag an der Reihe und damit Teil von Deutschlands größtem Projekt zur politischen Bildung.

Im Vorfeld der Bundestagswahl haben sich die Jugendlichen mit dem Thema „Demokratie und Wahlen” vertraut gemacht und ab heute geht es bis Freitag, 20. September, bundesweit an die Urnen. Klassisch per Papierwahl oder online am Computer geben die Juniorwähler Erst- und Zweitstimme für ihren jeweiligen Bundestagswahlkreis ab.

Die Organisatoren sind sehr stolz auf das große Interesse an der Juniorwahl: „Die Teilnehmerzahl bei der Juniorwahl verdoppelt sich von Wahl zu Wahl“, so Projektleiter Gerald Wolf. „Von Politikverdrossenheit bei Jugendlichen ist bei uns jedenfalls nichts zu merken. Im Gegenteil – mit der entsprechenden Finanzierung hätten sogar noch 300 Schulen mehr teilnehmen wollen.“

Die Juniorwahl führt Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 7 unter anderem durch die Simulierung des Wahlvorgangs an die Prozesse der demokratischen Willensbildung heran. Ziel der Juniorwahl ist das Üben und Erleben von Demokratie. Seit 1999 wird das Projekt bundesweit zu allen Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen angeboten. Wie wissenschaftliche Studien ergeben haben, steigert die Juniorwahl die Wahlbeteiligung in der Gruppe der Erstwähler um bis zu 9,2 Prozent. (ts)

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