Bundespolizei: Standort Eschwege bekommt neun Millionen Euro für Ausbau

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Eschwege. Die Bundesregierung stellt für den Aus- und Weiterbau des Aus- und Fortbildungszentrums der Bundespolizei in Eschwege rund neun Millionen Euro in Aussicht. Das berichtet der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Roth bei einem Besuch in Eschwege.

Im Haushaltsentwurf der Bundesregierung für das Jahr 2017 sind auch Mittel für die Grundsanierung eines Unterkunftsgebäudes sowie eines zusätzlichen Neubaus vorgesehen. Demnach soll das Geld aus dem Bundeshaushalt bis 2019 nach Eschwege fließen, sofern der deutsche Bundestag im November dem Kabinettsentwurf zustimmt. „Davon gehe ich zurzeit aber fest aus“, sagte Roth am Rande seines Eschwege-Besuchs. Bereits seit 2009 steht die Sanierung des Unterkunftsgebäudes drei an. Seit Jahren sind Teile der Belegschaft der Bundespolizei in provisorischen Containern untergebracht. Nach den Plänen der Bundesregierung soll dieses Provisorium schon bald ein Ende haben: In den kommenden beiden Jahren will der Bund jeweils zwei Millionen Euro für die dringend notwendige Grundsanierung des Gebäudes bereitstellen, die 2019 abgeschlossen sein soll. Daneben ist im Haushaltsentwurf auch der Neubau eines weiteren Unterkunftsgebäudes vorgesehen, wofür der Bund im Jahr 2018 weitere fünf Millionen Euro zur Verfügung stellen will. Der Leiter des Eschweger Bundespolizeistandortes, Matthias Bick, freute sich außerordentlich über die überraschenden Nachrichten aus Berlin. Seit seinem Amtsantritt vor über zwei Jahren wartet er auf diese Nachricht und muss seitdem mit Kapazitätsproblemen kämpfen. Baubeginn sollte eigentlich bereits 2015 sein. Roth kündigte auch an, dass in den nächsten drei Jahren 3000 zusätzliche Stellen bei der Bundespolizei geschaffen werden sollen. „Um die Zukunft des Standortes Eschwege ist mir also nicht bange“, sagt Roth.

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