Bald 800 junge Polizisten in Eschwege stationiert

Bundespolizei stockt die Ausbildung auf

Eschwege. Die Bundespolizei in Eschwege bildet im kommenden Jahr 200 Polizisten mehr aus. „Wenn wir ein Wirtschaftsunternehmen wären, würde ich sagen: Die Auftragsbücher sind voll“, sagte der Chef des Eschweger Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrums Martin Kröger beim Besuch des Bundestagsabgeordneten Michael Roth.

„Derzeit sind es etwa 600 junge Polizistinnen und Polizisten, die für den mittleren Dienst fit gemacht werden. Wenn es einmal 800 sind, dann ist das schon eine ordentliche Steigerung, die wir aber meistern werden“, ergänzt der Erste Polizeihauptkommissar Joachim Bode.

„Leider“, so der Bundestagsabgordnete, „sind nicht alle Nachrichten so erfreulich“. Sorgen mache den Bundespolizisten die Verzögerung bei der Modernisierung ihres Standorts. Bei der geplanten Instandsetzung des Unterkunftgebäudes 3 sei immer noch kein Baubeginn in Sicht, die Zustände bedenklich.

Roth: „Die Stabseinheiten sind notdürftig in einem Containerdorf untergebracht, das Provisorium ist den Mitarbeitern nicht länger zuzumuten. Seitens des Bundesinnenministeriums wurde mir im Oktober letzten Jahres ein zügiger Baubeginn zugesichert, aber bislang gibt es noch keine vorgelegte Bauunterlage, geschweige denn einen Termin.“ Am Geld liegt es nicht. Das hat der Bundestag längst zur Verfügung gestellt.“ (D.S.)

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