Saison startet zu Ostern

Camper rüsten für den Sommer am Meinhardsee

Arbeitet seit einer Woche an seiner Camping-Unterkunft auf dem Platz in Meinhard: Karl-Heinz Kerste. Der 68-Jährige hat seit zehn Jahren einen Stellplatz direkt am Wasser. Foto: Fahnert

Eschwege/Meinhard. Karl-Heinz Kerste ist beschäftigt. Seit gut einer Woche werkelt der 68-Jährige an seinem Steg, der von dem Campingplatz in Meinhard direkt in den Werratalsee führt. „Ich habe hier wirklich Glück mit meinem Stellplatz“, erzählt der Rentner im Blaumann.

Seit gut zehn Jahren hat Kerste den Platz mit der Nummer 259, kann von dem Steg direkt ins Wasser hüpfen. Dafür ist es zwar momentan noch zu kalt, die Vorbereitungen, dass das im Sommer aber wieder möglich ist, trifft der Dauercamper jetzt. „Ein paar der Holzlatten des Stegs sind morsch geworden, die tausche ich jetzt aus“, sagt der Vater einer Tochter. Fast gleichzeitig entschuldigt er sich bei seiner Camper-Nachbarin für die Unordnung in und vor allem vor seinem Wohnmobil, „aber so sieht das hier jedes Jahr im Frühjahr aus“. Denn die Stühle wollen unter der Folie herausgeholt und Blumen eingepflanzt werden.

„Das Schöne am Campen ist das Leben in der Natur.

„Das ist das Schöne am Campen: das Leben in der Natur“, schwärmt Kerste, der insgesamt seit mehr als 40 Jahren dem Campen verfallen ist. Zwar würde er auch die Vorteile eines Hotelurlaubes schätzen, „da hat man aber kein so freies Leben“. Frei: Das bedeutet für Kerste und seine Frau ein Leben auf einem gut 100 Quadratmeter großen Platz, auf dem der umgebaute Wohnwagen steht. Solange das Wetter mitspielt, verbringen sie dort die ganzen Sommermonate, „nur zum Wäsche waschen fahren wir dann mal in unsere Wohnung nach Eschwege“. Ihm gefalle das Leben auf dem Campingplatz, dort könne er nach Herzenslust angeln, kennt dort zudem fast alle persönlich. „Auch wenn die Intimsphäre hier natürlich eine andere ist als in einem Eigenheim: Es ist eine tolle Gemeinschaft hier“, sagt der 68-Jährige. Derzeit aber genießt er noch die Ruhe, da die meisten Camper erst später kommen als er: „So habe ich genügend Zeit, um hier alles vorzubereiten.“

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