Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg nominieren jeweils eigene Bundestagskandidaten

CDU-Kreisverbände uneins

Michael Stein

Eschwege. Uneinigkeit in der CDU Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg. Obwohl sich beide Kreisverbände darauf geeinigt hatten, einen gemeinsamen Kandidaten zur Bundestagswahl 2013 für den Wahlkreis 170 aufzustellen, treten jetzt aller Voraussicht nach doch zwei Bewerber an.

Die Christdemokraten in Hersfeld-Rotenburg wollen Platzhirsch Helmut Heiderich aufstellen, die Christdemokraten aus dem Werra-Meißner-Kreis bevorzugen wohl Michael Stein. Eine Entscheidung ist hier noch nicht getroffen. Denn plötzlich ist noch eine weitere Kandidatin im Rennen.

Michael Stein

Heike Meyer aus Bad Sooden-Allendorf wird wohl vom Stadtverband Witzenhausen als Bewerberin vorgestellt werden. „Es ist demokratisch, dass es mehrere Kandidaten gibt“, sagt der stellvertretende Vorsitzende der CDU Werra-Meißner Wilhelm Gebhard. Aber: „Wir müssen uns am Ende auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen.“ Kreisvorsitzender Frank Hix wollte sich bis zur Vorstandssitzung heute nicht äußern.

Helmut Heiderich

In der CDU Werra-Meißner herrscht Unmut darüber, dass die Parteikollegen aus Hersfeld-Rotenburg ohne Rücksprache einen eigenen Kandidaten gekürt haben. Es sei abgeklärt gewesen, sich auf einen gemeinsamen Kandidaten aus dem nördlichen Teil des Wahlkreises zu einigen, sagt Hix. Thorsten Bloß, CDU-Vorsitzender in Hersfeld-Rotenburg, weiß davon nichts. „Wir sind von der Entscheidung für Helmut Heiderich sehr überrascht“, sagt Gebhard.

Mit Michael Stein (39) will die CDU Werra-Meißner einen jungen Kandidaten mit langfristiger Perspektive aufbauen, der auch in fünf Jahren bei der übernächsten Bundestagswahl nochmal antreten könnte, wenn es 2013 nicht funktioniert. Indes gilt Steins Kandidatur im Kreisvorstand als noch nicht entschieden.

Seit der Wahl zum Vorsitzenden des Kreisverbands im März ist die Kreis-CDU in zwei Lager zerfallen. Hix’ Ankündigung, die Partei zu einen, hat noch keine Früchte getragen. Für Stein heißt das: Ausgang offen.

Der Unterstützung seines eigenen Stadtverbands kann sich Stein sicher sein. Der mit 14 Delegierten stimmberechtigte Verband hat ihn am Donnerstag einstimmig als Kandidaten nominiert.

Von Tobias Stück

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