Arbeitsgruppe aus Niederdünzebach hat eine Mehrgenerationenanlage geplant, die noch einen Investor sucht

Damit die Alten im Dorf bleiben

So soll es rund um das DGH mal aussehen: Die schwarzen Gebäude gibt es schon, die Wohneinheiten (in rot) sollen gebaut werden. Repro: Horst Küllmer

Niederdünzebach. Für den Eschweger Stadtteil Niederdünzebach ist eine Mehrgenerationenanlage in Planung. Rund um das Dorfegemeinschaftshaus sollen alte Menschen in kleinen Einheiten barrierefrei wohnen können, ohne ihr Heimatdorf verlassen zu müssen.

Gleichzeitig soll die Auslastung des DGH verbessert werden. Die Planungen wurden von einer Arbeitsgruppe aus Niederdünzebach erarbeitet, die sich durch das Integrierte kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) zusammengefunden hat.

Das Konzept sieht vor, dass sich um das Dorfgemeinschaftshaus eine Wohnanlage mit herumgruppiert. Die Wohnungen sind größtenteils kleine Appartements, die sich für ein oder zwei Personen eignen. Zwei Wohnungen sollen für junge Familien bereitgehalten werden. Alle Unterkünfte sind barrierefrei. „Wir hatten in der Vergangenheit die Situation, dass alteingesessene Niederdünzebacher ihren Heimatort verlassen mussten, weil sie in ihren verwinkelten Altbauten nicht mehr alleine Leben konnten“, sagt Rainer Bick, Mitglied des Ortsbeirats und der Arbeitsgruppe. Die Planer dieses Vorhabens sind außerdem Ortsvorsteher Bertold Konar, Dr. Dieter Schröder, Alfred Helbach, Hartmut Waßmann, Martina Wallbraun-Herwig, Thomas Drescher, Fritz Blum, Uli Knigge, Jörg Kluber, Marita Pecher.

Christoph Henke unterstützt die Stadt Eschwege bei der Umsetzung des IKEK. Eschwege ist mit allen sieben Stadtteilen vertreten. In Anlehnung an die Dorferneuerung werden öffentliche Maßnahmen mit rund 65 Prozent durch das Land Hessen gefördert. Private Initiativen erhalten bis zu einer Auftragssumme von 30 000 Euro eine Unterstützung von 30 Prozent. „Die Arbeitsgruppe aus Niederdünzebach ist in den Planungen wesentlich weiter als alle anderen Stadtteile“, stellte Christoph Henke fest. In einer von Stadtverordnetenvorsteher Karl Montag einberufenen Bürgerversammlung wurden jetzt die Einwohner von Niederdünzebach informiert. 120 kamen, die überwiegend begeistert von dem Projekt waren.

Bürgermeister Alexander Heppe lobt das Engagement im Ort. „Diese Idee muss man nutzen“, sagt er. Die Stadt können das Projekt nicht alleine stemmen. Es müsse ein privater Investor gefunden werden.

Von Tobias Stück

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