„Das Ansehen der Kirche ist beschädigt“

Pfarrer Norbert Bergmann

Werra-Meißner. Die Verschwendungssucht des Limburger Bischofs, Franz-Peter Tebartz-van Elst, hat bundesweit für großes Aufsehen und heftige Diskussionen nicht nur bei Gläubigen gesorgt. Wir haben katholische Pfarrer im Werra-Meißner-Kreis gefragt, wie sie die Kritik am Oberhaupt des Bistums Limburg empfinden:

„Ich finde es ganz schlimm, was da gerade läuft“, sagt Pfarrer Norbert Bergmann aus Bad Sooden-Allendorf. Da er einer anderen Diözese angehöre, habe er leider keine internen Informationen und habe das Ganze nur über die Medien verfolgt. „Tebarzt-van Elst schadet der Kirche in Deutschland, deshalb würde ich mir wünschen, dass er seine Fehler einsieht und Konsequenzen daraus zieht“, sagt der Geistliche.

Dem schließt sich auch sein Eschweger Kollege Dechant Mario Kawollek an. „Wenn das mit den 31 Millionen Euro so stimmt, bin ich persönlich sehr erschrocken“, sagt er. Allerdings müsse man nun erst einmal den Prüfbericht der deutschen Bischofskonferenz abwarten, die derzeit die Sachlage ganz genau prüfe. „Wir sind angehalten den Haushalt transparent und nachvollziehbar zu führen, wenn das nicht passiert ist das ein Vertrauensmissbrauch“, sagt Kawollek. Ihn bewege vor allem die große Diskrepanz zwischen der Geldverschwendung und der demütigen Haltung, die Papst Franziskus von der Kirche fordert. (alh/dir)

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