Daten nicht am Telefon nennen: Polizei warnt vor versuchtem Betrug

Eschwege. Eine ältere Dame aus Eschwege hat am Montagabend einen Anruf erhalten, bei dem ihr eine Anruferin offenbar ein Hausnotrufsystem verkaufen wollte. Das könnte ein Betrugsversuch sein.

Zudem habe die Anruferin die Seniorin aushorchen wollen. Die Polizei warnt aus diesem Anlass davor, am Telefon persönliche Daten und Kontodaten an Unbekannte herauszugeben. „Aus polizeilicher Sicht ist zumindest nicht auszuschließen, dass auf diesem Weg versucht wird in Erfahrung zu bringen, in welcher häuslichen Situation (alleinlebend, pflegebedürftig) ältere Menschen leben“, teilt Polizeisprecher Jörg Künstler mit.

Wer einen Vertrag am Telefon abschließt, hat in der Regel ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Künstler weist aber auch darauf hin, dass „mündliche Verträge am Telefon ohne schriftliche Bestätigung nach Ablauf der Widerrufsfrist Gültigkeit haben.“ Ausnahmen gebe es für sogenannte Gewinnspielverträge, die seit 2013 schriftlich abgefasst werden müssen.

Im Eschweger Fall wurde die Seniorin ob des ungewöhnlichen Anrufs übrigens misstrauisch - sie legte deshalb einfach auf.

Rubriklistenbild: © dpa

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