Im Goldenen Buch Eschweges haben sich Politiker, Geistliche und Freunde verewigt

„Die Stadt des Friedens“

Kreativ. Dieser Musiker hinterließ 1989 ein kleines Selbstportrait. Fotos: Deppe

Eschwege. Über 50 Jahre Stadtgeschichte spiegeln sich im Goldenen Buch der Stadt Eschwege wider. Denn nicht nur hochrangige Politiker durften dort unterzeichnen, auch viele Menschen, die sich um die Region verdient gemacht haben, wurden mit einem Eintrag geehrt.

Den Anfang machte im Oktober 1960 aber ein echter Staatsmann. Bundespräsident Heinrich Lübke und seine Frau Wilhelmine trugen sich ein, als sie die Region bereisten, um auf dem Meißner an einer Kundgebung für die Wiedervereinigung Deutschlands zu werben. Auch Lübkes Nachfolger Gustav Heinemann machte bei seinem Besuch in Eschwege einen Abstecher ins Rathaus, ein Jahr später Bundeskanzler Willy Brandt.

Neben solchen Besuchen werden im Buch auch wichtige Schritte der Stadtentwicklung festgehalten, so die Feiern zum zehnjährigen Bestehen der Städtepartnerschaften mit Mühlhausen und St.- Mandé.

Manch einer der Geehrten beließ es nicht bei einer Unterschrift. „Möge Eschwege immer die Stadt des Friedens sein“, schrieb Sally Perel, Autor des Buches „Ich war Hitlerjunge Salomon“. Ein Musiker von Buddy de Franco’s Savoy Seven zeichnete gar ein musizierendes Männchen neben seine Signatur.

Die Einträge der Gäste werden auf jeder Seite von vorgestalteten Kalligraphien eingeleitet. Diese stammen von Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Aktuell werden sie von Thomas Hüge gestaltet.

Von Lasse Deppe

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