Aus der Stadtverordnetenversammlung Eschwege

Treidelpfad: Diskussion über Spazierwege und Fußgängerbrücken

Anbindung an das Wegenetz: Die frühere Eisenbahnbrücke entlang der Bundesstraße 249 könnte für Fußgänger hergerichtet werden. Spaziergänger müssten dann nicht länger über die viel befahrene Straße auf die andere Seite der Werra gehen. Foto: Stück

Eschwege. Eschwege hat in Nähe zur Innenstadt eine Vielzahl an Erholungsmöglichkeiten. Spazierwege haben Berührungspunkte mit Werra und Werratalsee – die Anbindung untereinander und die Erreichbarkeit sind nicht immer gegeben. 

Über die Entwicklung des Areals zwischen Leuchtbergen und Innenstadt wird nachgedacht. Der sogenannte Treidelpfad entlang der Werra zwischen Felsenkeller und Tränenbrücke sorgte zuletzt für Diskussionen. Am Donnerstagabend hat sich die Stadtverordnetenversammlung mit dem Thema befasst.

DER TREIDELPFAD

Der Kanuclub wehrt sich gegen Pläne, einen Weg entlang der Werra zu führen, der das Vereinsgelände zwar tangiert, aber auf öffentlichem Grundstück geführt wird. Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung: Ein Planer wird prüfen, ob sich der Rahmenplan zur Entwicklung des Geländes mit den Bedürfnissen des Vereins vereinbaren ließe. Hinter der Diskussion über diese vergleichsweise kurze Wegstrecke steckt die Idee, einen durchgängigen Weg entlang der Werra zwischen Leuchtberg und Stadtbahnhof anzulegen.

BRÜCKE ÜBER DIE ALTE WERRA

Die Eschweger Linken wollen geprüft wissen, ob über den Altarm der Werra in Höhe des Großen Wehrs eine Brücke gebaut werden könnte. Die Idee von Fraktionsvorsitzendem Bernhard Gassmann: Die Konflikte um den Treidelpfad würden vermieden; ein Werra-Rundweg entstünde trotzdem; es gäbe eine Anbindung an den Fuß- und Radweg zwischen Werratalsee und Werra in Richtung Schwebda sowie an den Werratalsee selbst. Dazu Stefan Schneider (CDU): Die Grundidee sei gut, der Ort für die Brücke weniger geeignet, weil der Fluss an der Stelle zu breit ist.

DIE ALTE EISENBAHNBRÜCKE

Alexander Feiertag (SPD) sieht in der alten und ungenutzten Eisenbahnbrücke parallel zur Bundesstraße 249 in der Verlängerung des Stedigrains eine Möglichkeit, die Werraauen mit ihren Wegen in dieses Konzept mit relativ geringem Aufwand einzubeziehen. Das Brückenbauwerk über die Werra könne für Fußgänger umfunktioniert werden und wäre dann die Alternative zur nicht ungefährlichen, jetzt von den Spaziergängern genutzten Bundesstraße.

GRILLEN AN FLUSS UND SEE

Die Eschweger Grünen wollen an markanten Stellen in der Natur Grillplätze einrichten. Vanessa Grauer brachte einen entsprechenden Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein, die Abgeordneten votierten geschlossen für die Überweisung an den Bau- und Umweltausschuss. Während der Diskussion über die Wegenetzverbindung und die Anbindung über Brücken war auch diese Idee Thema: Feuerstellen entlang der Wege erhöhen die Attraktivität.

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