Erste Bands bestätigt

Interview mit Open-Flair-Chef Alexander Feiertag: „Größe ist bald ein Vorteil“

Alexander Feiertag, Geschäftsführer des Arbeitskreises Open Flair

Eschwege. Die Festivallandschaft in Deutschland entwickelt sich Jahr für Jahr weiter. Der Markt reagiert auf steigende Zuschauerzahlen und neu hinzugekommene Festivals. Wir sprachen mit Open-Flair-Chef Alexander Feiertag.

Mindestens vier große Festivals starten im kommenden Jahr neu. Welche Auswirkungen machen sich für das Open Flair bemerkbar?

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Alexander Feiertag: "Der Kuchen wird nicht größer, er verteilt sich nur anders. Es gab in den letzten Jahren immer Zuwachs bei den Zuschauern, die Kurve flacht aber ab. Die neuen Festivals müssen sich anfangs noch nicht rechnen. Da stecken Firmen hinter, die erstmal den Markt für sich entscheiden wollen. Da spielen wir dann für die Bands nur eine kleine Rolle, wenn überhaupt eine. Weil es mehr Möglichkeiten gibt, werden Bands weiter teurer und warten länger mit ihren Zusagen. Wir haben aber gute Kontakte, und viele Bands, die schon da waren, kommen gerne wieder."

Muss sich das Open-Flair in den nächsten Jahren dem Markt anpassen und selbst wachsen? 

Feiertag: "Nein. Wir gehen davon aus, dass unsere Größe schon bald ein Vorteil ist. Das Open Flair bietet eine hohe Erlebnisdichte. Da kommen Zuschauer eher wieder, weil sie die Nachteile eines großen Festivals, zum Beispiel die oft langen Wege, nicht haben."

Müssen sich Fans auf steigende Preise gefasst machen?  

Feiertag: "Wir sind gespannt, wie lange die Festivalbesucher das mitmachen. Irgendwann wir die Spitze erreicht sein. Die Entwicklung der Preise liegt übrigens auch daran, dass die Bands über Live-Auftritte ihr Geld verdienen müssen – weil der Plattenmarkt fast zusammengebrochen ist. Zudem steigen laufende Kosten stetig, die Sicherheitsansprüche werden größer. Das muss letztendlich umgelegt werden."

Von Lasse Deppe

 

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