Standorte Kurt-Holzapfel-Straße, Am Plan und Oderstraße

Drei Spielplätze stehen auf der Sparstreichliste

Eschwege. Nicht schlecht staunten die Anwohner der Kurt-Holzapfel-Straße in Eschwege, als innerhalb weniger Tage auf dem dortigen Spielplatz die Schaukeln abmontiert und der gesamte Bereich mit rot-weißem Band zu Sperrgebiet deklariert wurde.

Im Zuge des Haushaltssicherungskonzepts wurde im Magistrat beschlossen, eine Arbeitsgruppe aus den Bereichen Soziales und Familie und Gebäudemanagement Zustand, Lage, Ausstattung und Anzahl der Spielplätze in der Kreisstadt überprüfen zu lassen. Die Arbeitsgruppe fand dabei heraus, dass auf die Spielplätze Kurt-Holzapfel-Straße, Am Plan und Ecke Oder-Neiße-Straße verzichtet werden könne. „Um bestimmte Aufgaben weiterhin wahrnehmen zu können, muss man bei der derzeitigen finanziellen Lage an einigen Schrauben drehen“, rechtfertigte Hartmut Adam aus dem Bereich Familie und Soziales die Entscheidung zum Rückbau der drei Spielplätze.

Der vorwiegend als Hundeklo benutzte Spielplatz Am Plan neben der Neustädter Kirche (die WR berichtete darüber in ihrem Spielplatztest) wurde bereits dem Erdboden gleich gemacht. „Dort sind wir bereits mit den Anwohnern im Gespräch und werden im Herbst gemeinsam mit ihnen über die zukünftige Nutzung entscheiden“, erklärt Hartmut Adam. Leere Wodka-Flaschen fallen den Besuchern des Spielplatzes Ecke Oder-Neiße-Straße sofort ins Auge. „Dieser Platz wird nächstes Jahr nicht nur wegen seiner nicht sinngemäßen Nutzung abgebaut, sondern auch, weil sich mit dem Gelände im Botanischen Garten und Am Stadtgraben gleich zwei weitere Spielplätze in der Nähe befinden, die besser ausgestattet sind“, so Adam. Man habe zudem versucht, den Spielplatz an die dortige Wohnungsbaugesellschaft abzutreten, doch da bestand kein Interesse.

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