Eschwege: Drogenhändler muss drei Jahre hinter Gitter

Eschwege. Zu einer dreijährigen Haftstrafe hat das Schöffengericht in Eschwege unter dem Vorsitz von Amtsgerichtsdirektor Dr. Alexander Wachter am Dienstag einen 34 Jahre alten Drogenhändler aus Hessisch Lichtenau verurteilt.

Ein 28-Jähriger, ebenfalls aus Hessisch Lichtenau, bekam wegen Beihilfe eine einjährige Bewährungsstrafe.

Beide Angeklagte hatten zu Beginn der Verhandlung über ihre Anwälte mit Gericht und Staatsanwaltschaft Absprachen über das Höchstmaß der Bestrafung getroffen und in der Folge der Vereinbarung umfänglich ausgesagt. Der Haupttäter räumte ein, in acht Fällen mit Haschisch, Marihuana und Amphetaminen in Mengen von bis zu 200 Gramm im Einzelfall gehandelt zu haben. Der jüngere Angeklagte gab zu, in drei Fällen Drogen im Auftrag des Haupttäters an einen Kunden weitergegeben zu haben.

Zwischen August 2012 und Oktober 2013 verkaufte der 34-Jährige nach eigenen Angaben Haschisch und Marihuana an einen Zeugen, der am Dienstag ebenfalls gehört werden sollte, aus gesundheitlichen Gründen an der Verhandlung aber nicht teilnehmen konnte. Der Mann hatte gegenüber Polizei und Staatsanwaltschaft deutlich größere Mengen und häufigere Geschäfte mit dem verurteilten Dealer angegeben. Das Gericht wertete die Glaubwürdigkeit des Zeugen allerdings gestern als gering.

Schon im Dezember vergangenen Jahres war vor dem Amtsgericht in Eschwege gegen die beiden Täter verhandelt worden. Das Verfahren wurde seinerzeit ausgesetzt. Im März dieses Jahres wurde der 34-Jährige nach einem Drogengeschäft in Bremen auf der Rückfahrt in Kassel von der Polizei gestoppt. 490 Gramm Marihuana und 585 Gramm Haschisch wurden bei dem Mann sichergestellt. Er wurde gestern aus der Untersuchungshaft vorgeführt. Die einjährige Haftstrafe gegen den 28-Jährigen wurde auf drei Jahre zu Bewährung ausgesetzt. Er muss außerdem 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

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