Drogenhändler muss für zweieinhalb Jahre hinter Gitter

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Wenn das Gericht Zeugen lädt: Nichts als die Wahrheit sagen

Eschwege. Zu einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe hat das Schöffengericht in Eschwege am Dienstag unter dem Vorsitz von Amtsgerichtsdirektor Dr. Alexander Wachter einen 26 Jahre alten Drogenhändler verurteilt. Der hatte mit bis zu 1,4 Kilogramm Cannabis gehandelt.

Der Mann, der aus Marokko stammt und seinen Lebensmittelpunkt bis zu seiner Inhaftierung im Raum Frankfurt hatte, räumte gestern vor Gericht ein, in diesem Frühjahr an vier Drogengeschäften im Werra-Meißner-Kreis beteiligt gewesen zu sein. An den Bahnhöfen in Eschwege in Bad Sooden-Allendorf hat der Verurteilte zwischen einem halben und 1,4 Kilogramm Cannabis in Plattenform gehandelt.

Er habe aus rein finanziellen Gründen gehandelt, gab der Mann an, der wegen seines Asylverfahrens in Deutschland nicht habe arbeiten dürfen. Inzwischen wurde der Antrag abgelehnt, und der 26-Jährige gab an, Deutschland so schnell wie möglich verlassen zu wollen. Das wird frühestens nach Verbüßung der Haftstrafe möglich sein. 

Während die Staatsanwaltschaft in diesem Fall keinen Spielraum für eine Bewährungsstrafe sieht und exakt das später verhängte Strafmaß gefordert hatte, plädierte die Verteidigung auf eine Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt werden sollte. Der 26-Jährige sei vollumfänglich geständig und lediglich „in falsche Kreise geraten“, so die Argumentation. 

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