Vorstandswahl: Junges Team tritt gegen amtierenden Vorstand an

Duell um die Führung des Stadtmarketings in Eschwege

+
Treten an, um die Eschweger Geschäftswelt voranzubringen: (von links) Klaus Stephan, Lars Walter, Tina Hildebrandt, Jessica Becker und Alexander Meyer bewerben sich für den neuen Vorstand der Initiative Stadtmarketing.

Eschwege. Um den Vorsitz des Eschweger Stadtmarketings zeichnet sich ein Zweikampf ab. Bei den Neuwahlen während der Jahreshauptversammlung am Mittwoch werden erstmals zwei Teams um die Führung im Verein kämpfen.

Marketingexperte Lars Walter hat mit einem Team seine Kandidatur angekündigt. Der amtierende Vorstand um Hartmut Schepp wird nach WR-Informationen fast komplett wieder antreten.

Walter, der als Beiratsmitglied zurzeit im erweiterten Vorstand sitzt, kritisiert seit geraumer Zeit Führungsstil, Geldpolitik und vor allem die Vermarktung der Kreisstadt und ihrer Unternehmen durch den aktuellen Vorstand. „Niemand an der Spitze hat Ahnung vom Marketing“, sagt Walter und fragt: „Wie will dieser Vorstand Eschwege nach außen vermarkten?“ Walter weiter: „Hier wird das Geld der Händler, die aus Idealismus dabei sind, verbrannt.“

Um seinen Worten Taten folgen zu lassen, kandidiert Walter jetzt selbst und hat ein junges, marketingerfahrenes Team zusammengestellt. Der 31-Jährige will zusammen mit Tina Hildebrandt, Jessica Becker, Klaus Stephan und dem Geschäftsleiter des Autohauses am Brückentor Alexander Meyer die Arbeit des Eschweger Stadtmarketings neu aufstellen. Ihnen zur Seite soll ein Beirat aus erfahrenen Geschäftsleuten wie Michael Staufenbiehl (Vockeroth), Uwe Heinemann (Buchhandlung), Wirtschaftsförderer Wolfgang Conrad und der ehemalige Stadtmanager Wolf-Dietrich von Verschuer stehen.

Um mehr Unabhängigkeit und Transparenz zu schaffen, soll die enge Verknüpfung von Kreishandwerkerschaft und Stadtmarketing aufgebrochen werden. Stephan Schenker, aktuell Vorstandsmitglied des Stadtmarketings und Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, stellt der Initiative pro Jahr rund 12 000 Euro für Dienstleistungen in Rechnung. „Das Geld kann man einsparen“, sagt Walter.

Mehr zum Thema in der gedruckten Samstagausgabe

Kommentare