Der Puppenspieler Michael Hatzius war Freitagabend zu Gast im ausverkauften E-Werk

Echse begeisterte das Publikum

Michael Hatzius begeisterte das ausverkaufte E-Werk am Samstagabend mit seiner Echse. Foto: Berg

Eschwege. Schon weit im Voraus war die Veranstaltung von Michael Hatzius im Eschweger E-Werk ausverkauft, bereits auf dem Open Flair im vergangenen August begeisterte er sein Publikum, die Latte für den Abend hing entsprechend hoch. Jubelnd forderte das Publikum mit dem Sprechchor „Wir wollen die Echse sehen“ Michael Hatzius und seinen Hauptprotagonisten auf die Bühne.

Die Echse berichtete gleich von seinen Erlebnissen beim Urknall, seinen Begegnungen mit Aristoteles, Cleopatra und Cesar bis hin in die Neuzeit.

Michael Hatzius’ Echse ist im Gegenteil zu den Puppen anderer populärer Puppenspieler wie Sascha Grammel oder René Marik weder süß noch niedlich sondern einfach nur sehr direkt und unverschämt. So blafft die Echse ihr Publikum gerne mal an, kommentiert Fotoversuche und lässt sich das Handy für einen Videogruß an die Gema auf die Bühne reichen.

Hatzius verleiht der Echsenpuppe mit Mimik und Sprache so viel Leben, dass man den Menschen dahinter leicht vergisst. Die Besucherin Jana, die in der ersten Reihe saß, wurde zur ständigen Protagonistin seiner Witze. Besonders brillant war der Berliner, als er von seinem üblichen Programm abwich und sich Fragen aus dem Publikum stellen ließ. „Ihr stellt mir Fragen und ich schaue für euch mit Hilfe meiner Kugel in die Zukunft“, so die Echse. „Wie sind die Lottozahlen von heute?“ fragte ein Gast aus dem Publikum, „Die Lottozahlen von heute? Nimm dir ein Smartphone und google die Ergebnisse“ antwortete die Echse nur leicht genervt und schnippisch. Auf die Frage, wer der nächste Papst werden wird fuhr Hatzius mit seinem Stuhl wie in einem Papamobil über die Bühne und machte klar, dass die Echse für die Rolle schon geübt hätte, sie dafür allerdings noch zu jung sei.

Neben der Echse präsentierte der Berliner auch noch weitere Puppen, mit denen er sein Können zeigte, zum Beispiel das schüchterne Huhn, Dino Praktikant Konrad oder den Echsen-Azubi Jan.

In der Zugabe ließ sich Michael Hatzius Begriffe wie Werra-Wasser, Dietemann oder Fußpilz aus dem Publikum nennen und verwandelte diese spontan zu einem Lied, was das Publikum endgültig zum grölen brachte. Zum Ende ließ Hatzius verlauten, dass er im kommenden Jahr in der neuen Stadthalle gerne ein weiteres Mal in Eschi, wie er Eschwege liebevoll nannte, auftreten möchte.

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