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Am Donnerstag ernannt: Herbert Fritsche ist Ehrenbürger der Stadt Eschwege

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Bei der Dankesrede: Herbert Fritsche ist neuer Ehrenbürger der Stadt Eschwege.

Eschwege. Herbert Fritsche ist bei der Vorstellung seines Eschwege-Lexikons am Donnerstagmittag im Rathaus zum Ehrenbürger der Stadt Eschwege ernannt worden. Der 81-Jährige wurde von der Ernennung völlig überrascht und sprach von einer außerordentlichen Ehre. Der Letzte, der auf diese Weise gewürdigt wurde, war der Dekan und Kirchenrat Fritz Delius im Jahr 1980.

Aktualisiert um 14 Uhr

„Ich komme als normaler Bürger hierhin und gehe als Ehrenbürger“, sagte der gebürtige Kasseler nach einer Laudatio von Bürgermeister Alexander Heppe sichtlich gerührt. Diese unerwartete Ehre bedeute für ihn einen tiefen Einschnitt im Leben. Heppe hatte ihm zuvor für sein Lebenswerk gedankt und Fritsche als begnadeten Rhetoriker bezeichnet, der in unzähligen Vereinen und Verbänden Eschweges Verantwortung übernommen habe.

Fritsche hatte nach seinem Abitur an der Friedrich-Wilhelmschule ab 1954 Lehramt in Marburg studiert und kehrte 1963 nach einer ersten Anstellung in Kassel in die Kreisstadt zurück, wo er – zurück an der FWS – Geschichte Politik und Sport unterrichtete. Ab 1982 bis zum Ruhestand 1999 fungierte er dort als Schulleiter. Neben der beruflichen Tätigkeit engagierte sich Fritsche auch in anderen Bereichen. Er war Turnwart beim Sportverein TV 1861/48 und Vorsitzender des Nachfolgevereins ETSV 1848, dessen Ehrenvorsitzender er heute ist. Vorübergehend wirkte er als Stadtarchivar und Vorsitzender des Geschichtsvereins. Ab der Gründung 1989 war er Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins, seit 2010 ist er Ehrenvorsitzender.

Besonders am Herzen lag Fritsche das Zinnfigurenkabinett. Der Autor zahlreicher historischer Schriften erhielt 1989 bereits den Landesehrenbrief, das Ehrensiegel (1994) und die Ehrenplakette (1999). 2005 wurde Fritsche das Bundesverdienstkreuz verliehen.
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Von Lasse Deppe

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