Polizei startet zum Winterhalbjahr Offensive zur Vorbeugung

Einbrecher scheitern immer häufiger

Eschwege/Witzenhausen. Mit dem schon allein durch die Umstellung auf Winterzeit bedingten früheren Einbrechen der Dunkelheit steigt auch die Gefahr, Opfer von Einbrechern zu werden. Das zumindest suggerierte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) in der Ankündigung, dass die hessische Polizei eine Offensive gegen Wohnungseinbrüche zur „dunklen Jahreszeit“ startet.

Einen Beleg für mehr Einbrüche im Winterhalbjahr nennt Beuth nicht. Dennoch: In Deutschland steigen seit fünf Jahren die Einbruchzahlen und erreichten im vorigen Jahr Rekordniveau. In Kassel deutet sich, nachdem die Zahlen dort in den vergangenen zwei Jahren rückläufig waren, in diesem Jahr wieder ein Anstieg der Delikte an. Für den Werra-Meißner-Kreis verweigert das Innenministerium einen Trend zu benennen.

Allerdings haben sich die Einbrüche in Häuser und Wohnungen in den zurückliegenden Jahren im Landkreis gehäuft. Wurden 2010 einschließlich Versuchen 72 Taten und 2011 52 Fälle registriert, waren es 2012 und 2013 schon jeweils 79. Nur 2009 waren es mit 83 noch mehr.

Immerhin scheiterten voriges Jahr 42 der Einbrüche, 2012 blieb es in 30 Fällen beim Versuch. Das kann ein Hinweis auf immer bessere Sicherheitsvorkehrungen der Hauseigentümer sein. Für Vorbeugung wirbt derzeit auch wieder verstärkt die Polizei. Gleichwohl bietet die Direktion Werra-Meißner in Eschwege rund ums Jahr Beratung an. Dafür steht als kriminalpolizeilicher Fachberater Jörg Künstler zur Verfügung.

„Ohne Mithilfe der Bevölkerung bekommen wir die Sache nicht in den Griff“, appelliert der Polizeihauptkommissar an die Bürger, nicht nur ihre Wohnungen besser zu sichern, sondern auch aufmerksam zu sein, wenn sich etwas Verdächtiges in der Nachbarschaft ereignet. Künstler: „Lieber einmal zu früh die Polizei anrufen, als zu spät - und getreu dem Motto: Immer erst die Polizei alarmieren und nichts auf eigene Faust unternehmen.“ (sff)

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