Berufliche Schulen in Eschwege stellen sich vor / Neuer Schwerpunkt Gesundheit

Eine Schule für alle

Schwerpunktthema: Gesundheit ist eine noch junge Fachrrichtung am Beruflichen Gymnasium. Die ersten Absolventen bereiten sich gerade auf das Abitur vor. Fotos: Hartmann

Eschwege. 40 Gymnasiasten mit dem Schwerpunkt Gesundheit schreiben im kommenden Frühjahr zum ersten Mal Abitur am Beruflichen Gymnasium (BG) in Eschwege.

Neben Technik und Wirtschaft bildet Gesundheit das dritte große Themenfeld, aus dem die Schüler einen Schwerpunkt wählen können. Unterrichtet wird einerseits in den naturwissenschaftlichen Bereichen wie Biologie und Anatomie, aber auch in Fächern wie Gesundheitsökonomie.

„So eröffnen sich den Schülern viele Berufs- und Studienmöglichkeiten“, sagt der stellvertretende Schulleiter Ekkehard Götting. Das Berufliche Gymnasium, an dem derzeit 260 junge Menschen unterrichtet werden, sieht sich durch die Kombination von allgemeinbildendem Abitur und einem jeweiligen Schwerpunkt gut aufgestellt für die Erfordernisse des Arbeitsmarktes. „Wir können so die Begabungen der Schüler aufnehmen und ihnen individuelle Angebote machen“, sagt Götting.

Am Samstag präsentierte sich die gesamte Schule bei einem Tag der offenen Tür. Neben dem BG stellten auch die Fachoberschule (FOS), die Höhere Handelsschule, die zweijährige Berufsfachschule sowie Eibe und die Berufsschule ihr Bildungsangebot vor. Auf mehreren Etagen präsentierten Schüler und Lehrer Projekte, die im Unterricht erarbeitet wurden, etwa eine eigens programmierte Cocktailbar oder ein kleines Windrad.

Auch die FOS bietet jungen Menschen nach dem Realschulabschluss die Chance, sich mit einem Schwerpunkt für die Universität oder Fachhochschule zu qualifizieren. So können FOS-Schüler aus den Bereichen Technik, Wirtschaft und Sozialwesen wählen. „Wir bieten ein interessantes Angebot für Realschüler, die noch studieren wollen“, sagt Götting. Sowohl im gymnasialen als auch im FOS-Bereich bietet die Wahl des Schwerpunktes aus Göttings Sicht eine gute Grundlage, um sich später zielgerichtet für einen Beruf oder ein Studienfach zu entscheiden.

Derzeit werden an den Beruflichen Schulen 1565 junge Menschen ausgebildet, wovon 791 in Teilzeit unterrichtet werden. Insgesamt können die Beruflichen Schulen auf ein Lehrerkollegium von 119 Personen zurückgreifen, wobei darunter auch Meister oder Ärzte fallen, die etwa die medizinischen Fachangestellten mit ausbilden.

Von Fabian Hartmann

Tag der offenen Tür an den Beruflichen Schulen

Kommentare