„Es ist einfach frustrierend“

Wiederholt wurden in Niederhone Verkehrs-Warn-Männchen Opfer von Zerstörung

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Heimatverein und Ortsbeirat haben in Niederhone Verkehrs-Warn-Männchen aufgestellt, die zum wiederholten Mal zerstört wurden: Hans Wolfgang Werner (von links), stellvertretende Ortsvorsteher, Harald Möbs vom Heimatverein und Rudolf Baum vom Ortsbeirat zeigen das Malheur. Foto: Rissmann

Niederhone. Zum vierten Mal wurden in Niederhone Verkehrs-Warn-Männchen demoliert, die der Ortsbeirat und der Heimatverein auf Anregung von Eltern entlang der vielbefahrenen Oberhoner Straße aufgestellt haben.

„Es ist doch für die Sicherheit der Kinder“, sagt der stellvertretende Ortsvorsteher Hans Wolfgang Werner. Er kann nicht verstehen, warum ausgerechnet die Warn-Männchen Ziel ständiger Zerstörungswut sind. „Es ist regelrecht frustrierend“, sagt Werner. Die letzte Reparatur sei gerade einmal acht Tage her und dann wurden schon wieder zwei der drei Männchen umgeworfen.

„Vor einiger Zeit haben sich Eltern der Kita Niederhone mit der Bitte Verkehrs-Warn-Männchen aufzustellen an den Ortsbeirat gewendet“, erklärt Werner. Immerhin sei die Oberhoner Straße vielbefahren und streckenweise unübersichtlich und einige Kita-Kinder müssten sie überqueren, um in den Kindergarten zu gelangen. Deshalb wurde das Projekt seitens des Ortsbeirats angeschoben.

So wurde das Männchen gefunden: Gerade einmal acht Tage war die letzte Reparatur her. Foto: privat

Unterstützt wurde das Vorhaben durch die Niederhoner Firmen Uthe und Klatt, die die Kunststoffplatten und die Metallhalterungen für die Figuren gespendet haben. In Werners Werkstatt in Strahlshausen wurden die drei Verkehrs-Warn-Männchen dann in liebevoller Handarbeit gebaut und von der Bad Sooden-Allendorferin Yvonne Horstmann bemalt. „Beim Freiwilligentag im Herbst wurden sie dann aufgestellt“, sagt Rudolf Baum vom Ortsbeirat. Und seitdem haben die bunten Figuren offensichtlich die Zerstörungslust einiger Unbekannter gefunden. „Scheinbar sei es diesen Zerstörungs-Gesellen nicht bewusst, dass sie das kaputt machen, was eigentlich auch mal ihre Nachkommen etwas schützen sollte“, sind sich Werner und Baum einig. In einem Facebook-Aufruf wandte sich Werner nun an die Öffentlichkeit, weil er sich anders gegen diese blinde Zerstörungswut nicht mehr zu Helfen weiß. „Ich setze symbolisch einen Kasten AKE für Hinweise auf die Täter aus“, sagt er.

Die Zerstörungswut bleibt aber nicht nur auf die Männchen beschränkt, schildert Harald Möbs vom Heimatverein. „Auf unserem Hausberg, dem Bückeberg, wird auch ständig rund um den Grillplatz randaliert“, sagt er. Gerade an Karfreitag musste er wieder zum Aufräumen. „Diesmal ist Gott sei Dank nichts kaputt gemacht worden“, sagt er. Allerdings hätten die Feiernden auf der Hütte wohl versucht ihr privates Osterfeuer zu entzünden, wozu das Holz glücklicherweise zu nass war. Aber kaputte Handläufe, rausgerissene Bäume und Verwüstungen im „Wohnzimmer“ von Niederhone, wie die Grillhütte genannt wird, stünden immer häufiger auf der Tagesordnung.

Nachtragend wollen aber weder Ortsbeirat noch Heimatverein sein. Wenn sich der oder die Täter melden und den Schaden reparieren wollen, würden sie sich freuen. „Ich würde sogar mit Werkzeug und Ratschlägen helfen“, sagt Werner.

Von Diana Rissmann

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