Dauerhafte Rettung verspricht die Anhebung des Wasserspiegels

Mit einfachen Mitteln Erste Hilfe für den See

Eschwege. Die schnelle Lösung könnte das Olszewski-Rohr sein, dauerhaft wird wohl nur die Anhebung des Wasserspiegels dem Werratalsee helfen. Aber, und das ist die gute Nachricht, das Gewässer ist durchaus zu retten. Genau das war die provokante Fragestellung zu Beginn der Diskussionsveranstaltung von SPD und Grünen am Montagabend im E-Werk.

Mehr als einhundert Teilnehmer setzten sich gut zweieinhalb Stunden mit dem Thema und einer Expertenrunde auseinander. Gewässerökologe Professor Dr. Ulrich Braukmann von der Universität Kassel, Uwe Roth vom Kreisbauernverband, Wolfram Brauneis von der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz sowie Manfred Westphal vom Angelsportverein diskutierten unter Leitung von Stefan Fiege und Lothar Dietrich Lösungsmöglichkeiten.

SPD und Grüne wollen jetzt die Installation des Olszewski-Rohres vorantreiben und in der Novembersitzung der Stadtverordnetenversammlung einen entsprechenden Antrag stellen. Manfred Westphal, Vorsitzender des Angelsportvereins, brachte diese Methode zur Verbesserung der Wasserqualität am Montagabend ins Spiel. Professor Dr. Braukmann bewertete die Idee als wirksame Erste Hilfe, machte aber auch deutlich, dass die Anhebung des Wasserspiegels - im Gespräch sind siebzig Zentimeter - die wirksamste Maßnahme sein wird.

Nach Angaben Westphals könnte das Olszewski-Rohr für wenige zehntausend Euro und ohne bürokratischen Aufwand im See montiert werden. Mit der Soforthilfe, so SPD-Fraktionsvorsitzender Alexander Feiertag, könnte zunächst der nächste Sommer überbrückt werden, ohne dass erneut eine Badewarnung oder gar ein -verbot ausgesprochen werden müsste.

Mit der Anhebung des Wasserspiegels im Werratalsee ist frühestens im übernächsten Jahr zu rechnen.  Seite 2

Von Harald Sagawe

Kommentare