Werkstatt für junge Menschen Eschwege setzt Flüchtlinge in der Landschaftspflege ein

Im Einsatz für Integration

Eichenlaub-Ernte: Flüchtlinge und Arbeitssuchende arbeiten zusammen. Das Projekt „Refuge“ der Werkstatt für junge Menschen Eschwege will Flüchtlingen besser integrieren. Foto: nh

Eschwege. Die Werkstatt für junge Menschen Eschwege möchte in Zusammenarbeit mit dem Werra-Meißner-Kreis mit ihrem Projekt „Refuge“ einen Beitrag leisten zur besseren Integration der Flüchtlinge vor Ort.

Denn aktuell steigen die Zahlen der Flüchtlinge und die Kommunen als Verantwortliche stehen vor immensen Herausforderungen. Damit steht der Werra- Meißner-Kreis in der Pflicht, zugewiesene Flüchtlinge kurzfristig unterzubringen und zu versorgen, aber er sieht sich moralisch und politisch vor die Aufgabe gestellt, diesen Menschen mehr als nur das Lebensnotwendige - ein Dach über dem Kopf und Essen - anzubieten.

Durch das Projekt soll den Flüchtlingen - unabhängig vom aktuellen Bleiberecht - gemeinnützige Arbeit in Kombination mit Sprachtraining - angeboten werden. „Damit heißen wir sie in unserem Alltag und in unserer Mitte willkommen und geben ihnen eine erste Orientierung und Aufgabe“, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit dem Sprachtraining soll Verständnis für die erst einmal fremde neue Umgebung und Chancen der Integration geschaffen werden. Mit dem Angebot gemeinnützige Arbeit zu leisten will die Werkstatt für junge Menschen Eschwege die Möglichkeit schaffen, wertgeschätzt für die Allgemeinheit tätig zu werden, nicht passiver Leistungsempfänger zu bleiben, aktiv in Kontakt mit Menschen zu kommen und dabei sprachliche Kompetenz zu entwickeln.

Nach dem Asylbewerberleistungsgesetz kann gemeinnützige Arbeit auch von Flüchtlingen geleistet werden, der Werra-Meißner-Kreis ist bereit, dieses Instrument einzusetzen und zu finanzieren.

Viele Kooperationspartner

Eingesetzt werden die interessierten Flüchtlinge seit Februar 2014 im Zweckbetrieb Naturschutz und Landschaftspflege, weil dort im besonderen Maße auf die Probleme der Betroffenen eingegangen werden kann. Kooperationspartner sind neben dem Werra-Meißner-Kreis, das Diakonische Werk, der Ausländerbeirat der Stadt Eschwege, der Awo-Kreisverband Eschwege und die VHS Eschwege. (red/kie)

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