Einsatz in luftiger Höhe

Polizei und Bergwacht üben die Hubschrauber-Windenrettung auf dem Stauffenbühl

Posieren vor dem Eurocopter 155: Die französischen Austauschschüler des Oberstufengymnasiums schauen sich die Übung der Bundespolizei auf dem Stauffenbühl an. Fotos: Weber

Eschwege. Höhenangst dürfen die Männer und Frauen der Bergwacht Hessen nicht haben. Gesichert durch ein Gurtgeschirr hängen sie an einem Stahlseil und werden über eine Winde von einem Hausdach hinauf in den über ihnen in der Luft stehenden Helikopter gezogen. Die Polizei-Fliegerstaffel Fuldatal trainierte im Übungsdorf des Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Eschwege an der kleinen blauen Kuppe die Hubschrauber-Windenrettung zusammen mit der hessischen Bergwacht.

Dabei geht es vor allem darum, Handlungssicherheit für den Ernstfall zu erhalten, sowohl für die Retter, wie auch für die Helikopterbesatzung. „Der Bediener der Winde etwa muss dem Piloten sehr klare Anweisungen geben, damit die Retter an der richtigen Stelle abgeseilt werden können“, erklärt Polizeihauptkommissar Roland Pohl das Manöver. „Die Windenrettung wird aber auch nur als letztes Mittel eingesetzt, etwa, bei einem Hochwasser. Wenn ein Haus, das vom Wasser eingeschlossen ist, nicht mit dem Boot erreicht werden kann, dann kommt der Hubschrauber zum Einsatz.“

In der Übung werden die Retter der Bergwacht vom Hubschrauber auf ein Hausdach abgeseilt. Dort legen sie zwei zu rettenden Personen eine Rettungshose an. Dann kommt der Hubschrauber zurück und holt den Retter zusammen mit der ersten Person ab, zieht beide am Seil nach oben. „Diese Methode kann man nur dann anwenden, wenn der Faktor Zeit keine Rolle spielt“, sagt Gerd Windhausen von der Bergwacht. „Wenn es schnell gehen muss, greift der Retter die Person nur mit einer Schlinge und sie werden sofort hochgezogen.“

Von Kristin Weber

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