Amnesty International Eschwege sammelte Unterschriften für politischen Gefangene in Belarus

Einsatz für Menschenrechte

Für die Abschaffung der Todesstrafe und die Freilassung des Menschenrechtlers Ales Bialiatski: Unterschriftenaktion der Eschweger AI-Gruppe von links Insa Geppert, Grit Scharf-Polte, Waltraud Eisenträger-Tomcuk, Cornelia Hahn-Altmann und Erhard Niklass. Foto: Salewski

Eschwege. Die Verbesserung der Menschenrechtslage in Belarus ist gegenwärtig erklärtes Ziel der Eschweger Gruppe von Amnesty International. So hatten einige engagierte Mitgliederin der Innenstadt an einem Stand Unterschriften gesammelt.

Zu den Forderungen der Menschenrechtsorganisation zählen etwa die Abschaffung der Todesstrafe, die Achtung der Versammlungs-, Vereinigungs- und Meinungsfreiheit in Belarus sowie die Freilassung aller gewaltlosen politischen Gefangenen.

Dazu gehört gegenwärtig auch der Menschenrechtler Ales Bialiatski, der zu vier Jahren Haft verurteilt wurde, weil er die Arbeit seiner Organisation von seinen privaten Konten aus finanziert hatte. „Es blieb ihm aber gar nichts anderes übrig“, so Insa Geppert, „denn in Belarus ist es Nicht-Regierungs-Organisationen verboten, Konten einzurichten.“ So konnten die Passanten mit ihrer Unterschrift zum einen also die Verbesserung der Menschenrechtslage in Belarus insgesamt, aber auch die Freilassung eines Häftlings ganz konkret unterstützen. Insa Geppert und ihre Mitstreiter Grit Scharf-Polte, Waltraud Eisenträger-Tomcuk, Cornelia Hahn-Altmann und Erhard Niklass freuten sich sehr über jedes Gespräch und jede Unterschrift.

Ihr Kampf für die Verbesserung der Menschenrechte braucht vor allem auch Aufklärung und das Bewusstsein dafür, dass es nach wie vor ein Privileg ist, in einem Rechtsstaat wie Deutschland zu leben. (ms)

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