Kreisweites Interesse an Alarmsystemen für Eigenheim steigt

Einwohner schützen sich gegen Einbrecher

Werra-Meißner. Die Zahl der Einbrüche ist im Werra-Meißner-Kreis seit vier Jahren kontinuierlich gestiegen und knackte im vergangenen Jahr die 100er-Marke.

Lag die Zahl 2014 noch bei 84 Einbrüchen, ist sie ein Jahr später um knapp 30 Prozent auf 109 angestiegen. Die Einwohner des Werra-Meißner-Kreises reagieren darauf mit einem gesteigerten Bedürfnis, ihr Haus mit technischen Mitteln zu sichern.

„Das Interesse daran, wie man sein Haus oder seine Wohnung vor Einbrechern schützt, ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen“, sagt Jörg Künstler, Pressesprecher der Polizei Eschwege. Gleichzeitig ist er im Kreisgebiet unterwegs, um vor allem Privatleute hinsichtlich einer Sicherung zu beraten. „Wir schulen kostenlos“, sagt er, „das, was später umgesetzt wird, kostet dann aber natürlich Geld.“ Je nach Finanzkraft sollte man sich deshalb möglicherweise auch eine Prioritätenliste setzen, was auf jeden Fall gemacht werden sollte. „Was für uns wichtig ist: Ist irgendwo ein Neubau oder eine Renovierung geplant, sollte man uns vorher kontaktieren“, bittet Künstler. Denn schon das richtige Fenster kann einen Einbruch erschweren.

Die finden vermehrt auch tagsüber statt, weil die Einbrecher die Bewohner dann bei der Arbeit wähnen. Aufgeklärt wurden im vergangenen Jahr etwa ein Drittel der Einbrüche, bei denen es 44-mal nur zum Versuch kam, was auch bedeutet, dass aus der Wohnung nichts geklaut wurde. „Die Aufklärungsquote im vergangenen Jahr ist für diesen Deliktbereich ein überaus hoher Wert“, heißt es in der von der Polizei vorgelegten Kriminalstatistik für 2015. So habe die Rate im Jahr davor bei nur 29,8 Prozent gelegen.

Dass es gar nicht erst zum Einbruch kommt, hofft Roy Decker aus Wanfried. Er verkauft Alarmsysteme und verzeichnet ebenfalls ein höheres Bedürfnis nach Sicherheit.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der Werra-Rundschau.

Rubriklistenbild: © nh

Kommentare