25- bis 39-Jährige halten sich fit

DAK-Gesundheitsreport:  Eltern nicht häufiger krank als Kinderlose

Werra-Meißner. Trotz der Doppelbelastung durch Beruf und Familie sind Eltern nicht häufiger krank als Kinderlose. Das ergab eine Untersuchung der Krankenkasse DAK. Sie hat die krankheitsbedingten Fehltage von 25- bis 39-Jährigen mit denen von jüngeren und älteren Personen in Hessen verglichen.

„Diese jungen Leute mit Kindern halten sich relativ gut fit“, erklärt Harald Schmidt, der das DAK-Servicezentrum für die Kreise Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg leitet. Obwohl der Krankenstand in beiden Kreisen der höchste in ganz Hessen ist, zeigten sich bei der Altersgruppe der 25- bis 39-Jährigen keine Auffälligkeiten. Die DAK hat in ihrem alljährlichen Gesundheitsreport diesmal gezielt die sogenannte „Rushhour“ (Englisch für Hauptverkehrszeit) des Lebens untersucht. „Heiraten, Kinder kriegen und sich im Job etablieren – all das soll in diesem Lebensabschnitt passieren“, erklärt Schmidt die besondere Belastung dieser Altersgruppe. Der DAK-Studie zufolge kommen aber die meisten Befragten damit gut klar. Fast die Hälfte von ihnen gab an, Kinder und Karriere vereinbaren zu können. Für berufstätige Eltern ergebe sich zudem keine höhere Belastung durch chronischen Stress gegenüber Erwerbstätigen ohne Kinder. Allerdings fürchten gerade Mütter, Karrierenachteile zu erleiden. Jede zweite gibt an, dass sie ohne Kinder vermutlich beruflich schon weiter wäre. Bei den Vätern glauben das nur 17 Prozent. Wenn Eltern erkranken, dann leiden sie meist an typischen Kinderkrankheiten: Infektionen der oberen Atemwege, also Erkältungen, Bronchitis oder Mandelentzündungen. Darauf folgen Rückenschmerzen und depressive Episoden. „Die Menschen in der Rushhour des Lebens sind widerstandsfähig und gut organisiert“, fasst Harald Schmidt die Ergebnisse der DAK-Gesundheitsstudie zusammen.

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