Die Elterninitiative der Eschweger Struthschule fordert eine zügige Sanierung aller Schulpavillons

Wasserflecken an der Decke (im Uhrzeigersinn), feuchte Wände, Schimmel im Küchenpavillon und vereiste Fenster im Klassenraum: Diese Bilder aus der Struthschule hat die Elterninitiative der Grundschule vor wenigen Tagen gemacht. Fotos: privat

Eschwege. Schimmel, undichte Fenster und Wasserflecken an Wänden und unter der Decke: Die Elterninitiative der Struthschule Eschwege bemängelt den schlechten Zustand der Schulgebäude der Grundschule. Empört sind die besorgten Eltern über die Aussage von Landrat Stefan Reuß, der in der vergangenen Woche erklärte, dass der Schimmel in der Schule beseitigt und die Fenster und Dächer dicht seien: „Das Gesundheitsamt war in der Struthschule, hat alles überprüft und Entwarnung gegeben", hatte Reuß auf Anfrage unserer Zeitung gesagt.

Diese Aussage können Stephanie Gala und Anja Fischer von der Elterninitiative der Grundschule nicht nachvollziehen: „Bilder der vergangenen Tage zeigen leider etwas ganz anderes.“ Vor allem im Küchenpavillon sei der Schimmel nach den „oberflächigen Schönheitsreparaturen“ im Sommer wieder da und die Luftfeuchtigkeit in den Klassenräumen sei so hoch, dass bei starken Temperaturschwankungen das Wasser an Fenstern und Wänden herunterlaufe. „Seit vergangener Woche gibt es zudem auch einen großen Wassefleck an der Decke des Betreuungsraumes“, sagen Gala und Fischer.

Verunsicherung ist groß 

Gala ist verunsichert: „Nach meinem Kenntnisstand wurden die Räume nur in Augenschein genommen, aber keinerlei Messungen gemacht“, sagt sie. Sie wünscht sich einfach mehr Sicherheit, dass es für die Kinder nicht gesundheitsschädlich ist. „Gerade, weil vor allem der Küchenpavillon vom Schimmel befallen ist“, sagt Gala. Dort würde das Essen für die Kinder nicht nur zubereitet, sondern auch gegessen. „Ein mulmiges Gefühl bleibt“, sagt sie.

Schulleiter Rolf Tinnefeld kann die Sorgen der Eltern nachvollziehen. Er hatte 2011 eine Messung durch das Ökomobil aus Kassel vornehmen lassen. „Da wurde eindeutig festgestellt, dass es keine gesundheitlichen Gefahren für Schüler und Personal gibt.“ Auch die Kreisverwaltung habe immer schnell reagiert, wenn das Wort Schimmel gefallen sei und Reparaturen zur Beseitigung veranlasst. Auch Gala und Fischer betonen, dass sie dem Werra-Meißner-Kreis für die angekündigte Sanierung sehr dankbar sind, wollten aber die Aussage, dass alles soweit in Ordnung sei, nicht einfach stehen lassen.

Laut der Kreisverwaltung soll die Sanierung des ersten Pavillons noch in diesem Jahr starten und dann sukzessive in jedem Jahr ein weiterer Pavillon folgen. Die Elterninitiative fordert deshalb: „Auch die Pavillons, in denen die Klassenräume untergebracht sind, sollen zum Wohle der Kinder zügig saniert werden.“ ARTIKEL LINKS

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