2012: 83,2 Gigawattstunden

Erneuerbare Energie: Kreis ist Schlusslicht

Werra-Meißner. Bei der Erzeugung von Strom aus erneuerbarer Energie ist der Werra-Meißner-Kreis Schlusslicht in Nordhessen. Kein anderer Flächenkreis kommt bei der Energiewende so schlecht voran.

Nur in der Stadt Kassel wird weniger erneuerbare Energie erzeugt. Das zeigen Zahlen des Regierungspräsidiums Kassel.

Demnach wurden im Werra-Meißner-Kreis im vergangenen Jahr 83,2 Gigawattstunden (GWh) Strom aus regenerativen Quellen erzeugt. Damit liegt der Kreis noch deutlich hinter dem davor rangierenden Kreis Hersfeld-Rotenburg (131,7 GWh).

Zwar ist die produzierte Menge im Werra-Meißner-Kreis im Vergleich zum Jahr 2007 (38,9 GWh) verdoppelt worden, aber andernorts sind die absoluten Zuwächse deutlich höher. So hat zum Beispiel der Kreis Waldeck-Frankenberg die produzierte Menge im selben Zeitraum von 194,5 auf 399,3 GWh gesteigert. Ähnlich sind die Zuwächse im Schwalm-Eder-Kreis: von 74 auf 205,5 GWh.

Dementsprechend ist das Verhältnis zwischen der Menge des verbrauchten Stroms und der aus erneuerbaren Energien erzeugten Menge. Im Werra-Meißner-Kreis deckten 2012 die regenerativen Quellen etwa 22 Prozent des verbrauchten Stroms (384,39 GWh). Im Kreis Waldeck-Frankenberg lag diese Quote bei 43 Prozent. Im Kreis Kassel waren es 38 Prozent.

Wesentlicher Treiber beim regenerativen Strom ist die Windkraft, die 2012 im Kreis Waldeck-Frankenberg 175,6 GWh lieferte und damit dort einen Anteil von fast 44 Prozent an der erneuerbaren Energie ausmachte. Im Werra-Meißner-Kreis kamen 2012 dagegen lediglich 10,3 GWh aus Windkraft, was einem Anteil von 13 Prozent entspricht. Insgesamt ist die Menge der produzierten Windenergie sogar rückläufig. 2007 wurden im Werra-Meißner-Kreis noch 13,6 GWh mit Wind produziert.

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