Nach verkürzter Mittelstufe geht der erste Gymnasiastenjahrgang ins letzte Jahr

Erste G-8-Schüler vor Abi

Wolfgang Stenner

Eschwege. Mit 173 Schülern im Abiturjahrgang geht das Oberstufengymnasium in Eschwege am kommenden Montag in das neue Schuljahr - deutlich mehr als 2012/13. Vor zwei Jahren sind der erste G-8-Jahrgang (57 Schüler) und der reguläre G-9-Jahrgang gemeinsam in die Oberstufe gewechselt.

Damit wird in Eschwege jetzt nicht nur ein Doppeljahrgang zur Reifeprüfung geführt, sondern auch die ersten Gymnasiasten, für die die Mittelstufe ein Jahr kürzer war. „Unterschiede gibt es da nicht mehr“, erklärt Schulleiter Wolfgang Stenner. Das Oberstufengymnasium habe große Erfahrung, Schüler mit unterschiedlicher Lernvoraussetzung zusammen zu führe, so Stenner mit Hinweis darauf, dass seit der Gründung 1973 Jugendliche aus bis zu zehn verschiedenen Mittelstufen-Schulen zu Abitur geführt werden.

„Klare Organisationsstrukturen erleichtern unseren Schülern die Eingewöhnung“, sagt Stenner und weist besonders auf die Eingangsphase im Klassenverband und die guten infrastrukturellen Rahmenbedingungen hin. In den Jahrgängen 12 und 13 werde Vielfältigkeit und Auswahl mit 19 Leistungs- und 70 Grundkursen angeboten.

„Keinerlei Unterschied“ zwischen G-8- und G-9-Schülern ist nach den Beobachtungen Susanne Herrmann-Borcherts festzustellen. Die Leiterin der Adam-von-Trott-Schule in Sontra freut sich über die deutlich größere Schülerzahl - 63 im Vergleich zu 25, die in diesem Jahr ihr Abitur abgelegt haben.

Kaum bemerkt wird der Doppeljahrgang an den Beruflichen Schulen in Eschwege. Angesichts nur sehr weniger G-8-Schuler, so der stellvertretende Schulleiter Ekkehard Götting, sei das völlig unproblematisch.

Lediglich zwei Schüler mehr als in diesem Jahr zum Abitur angemeldet waren, werden am Montag an der Freiherr-vom-Stein-Schule in Hessisch Lichtenau und das dreizehnte Schuljahr starten. 89 streben dort die Reifeprüfung an. Schüler aus beiden Systemen seien nur aus der eigenen Mittelstufe gekommen, erklärt Oberstufenleiter Burkhard Wieders. An den übrigen abgebenden Schulen sei G8 gar nicht angeboten worden.

Zeitlich eng könnte es im Frühjahr am Oberstufengymnasium werden, wenn bis zu 400 mündliche Prüfungen auf dem Programm stehen.

Von Harald Sagawe

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