Kreistag Werra-Meißner entscheidet Donnerstag über Vergabe

Berliner Architekt soll neue Verwaltung bauen

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Soll einem Neubau weichen: Hier soll das neue Gebäude der Kreisverwaltung entstehen.

Eschwege. Das Berliner Architekturbüro Karl Hufnagel soll das neue Verwaltungsgebäude des Werra-Meißner-Kreises am Schlossplatz in Eschwege bauen. Das empfiehlt der Kreisausschuss dem Kreistag, der während einer Sondersitzung am Donnerstag über die Auftragsvergabe entscheidet.

Das Büro Hufnagel war zuletzt mit noch zwei weiteren Anbietern im Rennen um den Millionenauftrag und hatte auch den mit der Vergabe verbundenen Architektenwettbewerb gewonnen. Dem Architektenwettbewerb schloss sich das Verhandlungsverfahren an, zu dem die drei Preisträger eingeladen worden waren. Nach einer Wertungsmatrix wurden diese drei Unternehmen abschließend bewertet. Hufnagel liegt mit 347,5 von 400 möglichen Punkten weit vor dem Zweitplatzierten. Die Raumplantage Architekten aus Buchholz, im Architektenwettbewerb noch auf Platz drei, bekamen mit 285 die zweitmeisten Punkte. 

Dritter wurde der Wettbewerbszweite – das ist die Architektengesellschaft Bernd Albers aus Berlin – der 235 Punkte bekam. Neben dem Ergebnis des Wettbewerbs flossen die Stellungnahmen der Architekten zu den Bemerkungen des Preisgerichts, Honorarvorstellungen und Nebenkosten sowie der Gesamteindruck in die abschließende Beurteilung ein. Alle drei Planungsentwürfe bleiben im Kostenrahmen, der mit zehneinhalb Millionen Euro seine Höchstgrenze hat. Ob und wie sich die Kostenschätzungen der drei Architekturbüros unterscheiden, sagt der Kreisausschuss nicht. Wenn der Kreistag der Empfehlung während seiner Sitzung am Donnerstag in der Stadthalle in Eschwege – Beginn ist um 9 Uhr – zustimmt, wird das Architekturbüro Hufnagel beauftragt, das neue Verwaltungsgebäude zu bauen. Die Berliner Planer wollen große Teile des Gebäudekomplexes erhalten und sanieren.

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